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machen möchten, um sich endlich einmal dieses schädlichen Grundsazeszu begeben. In Obersteyer sieht man ebenfalls keine Brachen; denndiejenigen Felder, welche alle ztc oder 6 " Jahre nicht mit Getreide besätwerden, tragen in diesem Ruhjahre das schönste Gras, welches zweyauch dreymal gemäht wird. Die Ursache ist nicht ein besonders frucht-barer Boden, sondern die Art ihn zu bauen, und ihn jährlich wohl zudüngen.
Doch ich kehre wieder zu meiner Marschroute zurück. Wennman Mölk verläst, so sieht man jenseits der Donau eine grosse Holz-stätte. Sie gehört dem Baron v. Fürenberg. Das Holz wird auseiner Ferne bon mehr als 2 bis z Meilen auf Holz - und Wasserriesenhiehergebracht. Es ist gänzlich für Wien bestimmt, und Heuer sollenvon dieser Stätte allein über 20000 Klafter zu Schiffe dahin gebrachtwerden.
Die erste Poftstazion bon Mölk heist Lcmmclbach. Aufdie-sem Weg über bemerkt man einen viel bessern Landbau, als in den übri-gen Gegenden von Unteröstcrreich ; und eine halbe Stunde von Lem-melbach sieht man die erste Mergelgrube. Man bricht hier einenschwärzlichen Mergelschiefer, der in freyer Luft sehr bald zu einer lokernErde zerfält, und sich bläulich färbt. Diese Mergellage streicht übereine Stunde von hier, bis Z?ps, fort, alwo sie sich tiefer in ein wah-res Steinkohlenflöz endet, welches Herr Dechant Schmid mit einemErdbohrer untersucht hat.
Der Kleebau fängt in dieser Gegend an stärker betrieben zuwerden, auch sieht man viele Safrangärten. Der Boden ist größten-theils thonartig, und die Wälder und Büsche sind noch immer mitLaulcholz bewachsen.
Amstötten ist ein kleiner Markt in einer sehr angenehmen Ge-gend. Von hier bis am Strenbcrg, welches die dritte Stazion vonMölk bis Linz ist, sieht man sehr viele Kleefelder, viele Mergelgruben,und allerwärts die fruchtbarsten und bestgebauten Aecker.