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Physikalische Arbeiten der einträchtigen Freunde in Wien. [Zweyter Jahrgang.]
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burgischen die Gränzen überfährt; daher an diesem Orte auch eineGränzmauth angelegt ist. Bon hier kömt man nach Straswalchen,welcher Ort schon im Salzburgschen liegt, ein Markflecken lst, und etwabey ioo Häuser hat. Hier ist sowohl das kaiserl. als salzburg Zollamt,welches letztre aber bey weitem nicht so rigoros ist, wie das erstre.

Neumarkt ist besser gebaut, als Straßwalchen; scheint auchviel nahrhafter zu seyn, und treibt einen ziemlichen Eisen-und Leinwand-handel.

Der Boden ist von Mattikhofen bis Salzburg sehr fruchtbar,und gröstentheils auch gut bebaut; doch stand das Getreide in den mei-sten Gegenden im Salzburgschen nicht so schön, als ich es bisher im Jnn-biertel gesehen habe. Doch giebt es viele schöne Wiesen, und auch einigehübsche Kleefelder. Der Klee ist aber hier bey weitem nicht so groß unddick, wie in Oesterreich, woran Zweifels ohne nichts anders Schuld ist,als daß man keinen Mergel dabey anwendet; denn von Mattckhofen bisSalzburg sieht man keine einzige Mergelgrube mehr. Hingegen hatman aber in letzterm Lande die Gewohnheit, die schlechten Felder mitabgefaulten Rasen, Srrassenkoth rc. zu verbessern, welches zwar guteWirkung thut, aber dem Mergel nicht beykömmt.

Was mir aber auf diesem Wege auffiel, war, baß ich in demSalzburgfthen viele lebendige Zäune von jungen Füchten, Weiden rc.sah', die man in Oesterreich nicht bemerkt; ungeachtet man keinen Man-gel an Holz hat, denn allerwärts sieht man noch die schönsten Wälder,bey welchen merkwürdig ist, daß man in denselben, näml. in denen ander oberoesterreichischen Gränze, viele schöne Eichen sieht, die sonst indiesen kalten Gegenden nicht gedeyhen.

Vor Salzburg sieht man viele schöne Mayerhöfe, Landhäuserund die schönsten Fluren, welche im Sommer einen angenehmen Auf-enthalt gewähren. Eine Viertlstunde vor der Stadt sind zwo beträcht-liche Stück-und Glockengießerei, und einige Ziegelhütten. Bevor

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