Band 
Physikalische Arbeiten der einträchtigen Freunde in Wien. [Zweyter Jahrgang.]
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Die Oerter, welche ich zwischen diesen keedett Poststazionen pas-siert habe, sind: Reichensberg, ein schönes grosses Kloster, das, wennich nicht irre , dem Cisterzienser - Orden gehört, und in dessen Gegend ichden schönsten Roggen stehen sah, denn man nur wünschen kann; Obern-berg, ein Marktflecken, der dem Bischöfe Von Passau gehört. Um,diesen Ort trift man ungeheure mächtige und weit fortstreichende Mer-geilagen an; und Bazenberg , ein herrschaftliches Schloß zwischen Schar-ding und Altheim, in dessen Gegend ich den ersten Hopfengarten antraf.

Der Hopfettbau wird, ie naher man nach Mattikhofen kömmt,immer stärker, hingegen nimt der Kleebau in eben den Maase ab, undmit diesem auch der Gebrauch des Mergels. Doch sieht man in dieserGegend die schönsten natürlichen Wiesen, die gut gedüngt und gewässertwerden; daher auch die Viehzucht hier sehr beträchtlich ist. Dies ver-steht sich aber nur von den zu nächst um Mattikhofen gelegenen Fluren;denn die um Altheim, welches ein kleiner unbeträchtlicher Markt ist,haben einen sündigten Boden, auf welchem das Getreide viel kürzerstand, als sonst in diesen Gegenden gewöhnlich ist. An mehrern Ortensah ich Lalkdreccia zu Tage ausstehen, unter welcher vermuthlich Mer-gel liegt.

Zu und um Mattikhofen sieht man keine Brachen, und kemeGemeinweiden; Ein Umstand, der für die hiesige Landwirtschaft em gu-tes Vorurtheil erwekt. In der That steht sie auch auf einen vorzüg-lich gutem Fusse; zum Beyspiel mag die hier eingeführte Stallfütterungdienen, welche sonst, wie ich schon mehrmal bemerkt habe ^ in Oesterreichgar nicht gewöhnlich ist.

Den 17"» Wonnemonds um 6 Uhr reißte ich von Mattikho-fen ab, und kämm um i Uhr Nachmittags in Salzburg an. DieEntfernung beträgt 6 Meilen; nämlich 3 bis pkeumarkr, und von hierauch z bis Salzburg.

Etwa eine halbe Messe von Mattikhofen liegt ein altes Schloß,Fridelmrg genannt, allwo man zwischen Oberoesterreich und demSalz-

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