Die Beschaffenheit- des Bodens ist im grösten Theile -es Lan--es sehr gut, nur in einigen Gegenden mittelmässig, und in wenigenschlecht. Wenn er das letztre auch von Ratur ist, so wird er bald ver-bessert. Die Thäler und Hügel haben fast durchgehends einen fettenschwarzen guten Thonboden ; die Flächen aber sind beynahe alle sandigt;z. B. die welserheide , und der gröste Theil des Inn - und Mühl-viertls.
Sümpfe und Moräste trift man wenige oder fast gar keinean; wohl aber viele und theils sehr grosse und schöne Wälder , die meistaus Fichten, Tannen, Kiefern und Lerchen bestehen , und nur sparsammit Birken, Buchen und Eichen untermischt sind. Die grösten undschönsten Wälder sind im Innviertl, welche unter ihrem vorigen Ei-genthümer, dem Churfürsten von Bayern, wenig benützt wurden. Mitdiesen Wäldern läst sich unstreitig eine grosse Spekulation machen, wenndas Holz auf dem Jnn und der Donau nach Wien geschtft würde; undes ist zu wünschen, daß einige von den treflichen Forftverständigen aus denSalzkammergute hieher geschickt würden, um die dort übliche guteWaldkultur auch hier einzuführen; folglich von diesem so nöthigen undimmer seltner werdenden Materials den bestmöglichsten Nuzen zuriehen.
Ein so gut bebautes Land, wie Oberoesterreich, kann nichtänderst, als eine sehr gesunde Luft haben. Sie ist zwar in den gebir-gigsten Gegenden etwas rauch , und die Witterung kalt, aber nichts we-niger, als unerträglich. Der Sommer ist oft eben so heiß, als z. B-in Italien, nur hält er nicht so lange an»
Die Produkten dieses Landes sindzwar eben nicht aufferordent-lich manchfaltig, aber desto schäzbarer. In Rücksicht des Mineralrei-ches aber ist es noch so wenig untersucht, daß sich ausser dem Haupt-gegenstand aus diesem Fache, nämlich dem Salze, nicht viel aufführenläst. Wir wollen aber doch versuchen, ein kleines Verzeichnis davon znliefern; nur bedaure ich, daß ich das Verzeichnest der Mineralien ausdem Salzkammergute des vortreflichen Herrn Hofraths v. Born, das
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