92
litt- -ie Wollenzeugmanufakturen in Linz und ponek, die Aattun-manufaktur in Enns , und 1>ie Leinen - und Baumwollenbandmanu-faktur zu Bömischwaydhofen , dann endlich die Leinenmanufakturender Landleute.
Der Werth der Waaren, -ie Hiebey verfertigt werden, betra-gen wenigstens zehen Millionen Gulden; wovon aber für die rohen Ma-terialien, besonders für Eisen, Stahl, Wolle und Baumwolle vielesabgeht.
Uebrigens kömmt noch zu bemerken, daß in Obcrösterreich auchdiel gutes Papier, weißgares Leder, Schiespulver, Essig undBranterrein bereitet, und damit ein guter Handel getrieben wird.
Soviel es aber das Lommerzwesen betrift, so sind die vor-züglichsten Gegenstände, mit welchen Oberösterreich handelt, folgenderSalz, Eisenwaaren, wollene und baumwollene Zeuge, wollene Strüm-pfe, Leinwänden, Obst, Fische, und die so eben erst gedachten Ar-tikel, nämlich: Papier, Leder rc.
Das Salz wird auf der Traun und -er Donau nach Unter-österreich , Böhmen und Mahren verführt. Böhmen allein brauchtjährlich über 200,002 Zentner.
Aus Eisen und Stahl werden in Oberösterreich alle erdenk-liche Artikel gemacht. Die vorzüglichsten darunter aber, welche amstärksten in den auswärtigen Handel gehen, sind Sensen, Sichel, Fei-len, Haken rc. Die Sensen und Sicheln haben, nebst verschiednen an-dern Eisenwaaren, nach pohlen, Rußland, in die Lrimm, und nachRonstantinopel ihren Zug. Nach pohlen werden sie auf der Donaunach preßburg, und von da zu Lande nach Rrakau, Lemberg rc. ge-bracht. Nach Rußland gehen sie dermal aufder Donau durch das schwarzeMeer, und sodenn auf den Dnieper weiter ins Land. Nachher Lrimmund Lonstantinopel bringt man sie ebenfalls auf der Donau bis insschwarze Meer, und von da an den Ort ihrer Bestimmung. Dieses ist
einer