Band 
Physikalische Arbeiten der einträchtigen Freunde in Wien. [Zweyter Jahrgang.]
Seite
132
JPEG-Download
 

127

l-rn, worunter der Eisen - nnd Stahlhaudel der beträchtlichste Gegen-stand ist.

Der gröste Theil alles StnngeneisenS und Stahls nämlich, daLin dem Murwinkl und im Emisthale in Steyermark verfertigt wird ^wird an die salzburg. Kaufleute verhandelt, welche solches weiter nachBayern, Schwaben, Tyrol, Italien rc. Verschlüssen, und aus diesenLändern kömmt der steyersche Stahl nach Franken, in die Schweiz,und nach den Niederlanden, Frankreich, England rc.

Die übrigen Artikel von besagten Zwischenhandel bestehen initalienischen feidnen Zeugen und roher Seide, in holländischen und an-dern Tüchern, in Laffee, Zuker, tyrolerischen, steyerfchen, österreich-schen und italienischen weine, Tobak, Leinwand, in berchtolsgadnerHolzwaaren, Büchern, Dressen, und in verschiednen Nürnberger-waaren.

Von eignen Produkten aber wird ausgeführt. Salz, Am-pfer , Messing und messingene Waaren, Stangen - und Gußeisen,Bobolt, Vitriol, Schwefel, Marmor (a); — Pferde, zuweilen et-was Rindvieh, Schmalz, Leder, verfchiedne Thierhaute, baumwol-lene Waaren, und einige geringe andre Artikel.

Die Einfuhr zum eignen Landesbedarf besteht hauptsächlich infolgenden: Getreide und Hopfen aus Bayern, verfchiedne weine, sei-dene, baumwollene und wollene Zeuge, Tücher, feine Leinwänden,Galanteriewaaren und mehr andre minderbeträchtliche Dinge.

Allem Anscheine nach gewinnt Salzburg dermal nicht viel beyseiner Handlung, und die Balanz des Gewinns und Verlustes mag so

ziem-

(») Die beträchtlichsten Marmorbrüche sind im Unrersberg, alwo deren wohl zwan-zig auf landesfürstliche Rechnung betrieben werden. Dermal gehen jedoch un-gleich weniger salzburgische Mamor ausser Land. weil in Oesterreich und Bayernein sehr hoher Zoll darauf gelegt wurde.