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ziemlich im Gleichgewicht stehen; nur das alle Jahre aus den Bergwer-ken erobernde Gold und Silber schüzt das Land vor Geldmangel, obwohles zwar eben nicht das Ansehen hat, als ob es dadurch reicher würde.Vielmehr wollen Männer von Kenntnissen behaupten, daß der Wohlstandder salzbnrgijchen Einwohner seit 15 bis rs Jahren um ein beträchtlichesabgenommen habe.
Zur Erleichterung des Handels dienen vorzüglich die abgedach-ten Bothen; auch fehlt es an anderen Frachtfuhrleuten nicht, welcheaus entfernter» Gegenden, z. B. aus Trieft, Tyrol, Oesterreich rc.die Kaufmannsgüter zu und abführen.
Das Salz wird gröstentheils auf der Salza, dem Fnn undder Donau verführt. Auf der Salza und dem INn wird es bis Passau,und von hierauf der Donau durch ganz Bayern bis Donauwert gebracht,von wo ein Theil davon auch nach Schwaben verführt wird.
Uebrigens werden sowohl in einigen Landstädten und Märktendes Jahres über Messen, als auch in der Residenz selbst um Michaeli ei-ne berühmte Messe gehalten, die man Dult nennt, und von vielen aus-wärtigen Kaufleuten besucht wird. Vorzüglich werden auf dieser Dultwichtige Eisen- und Stahlkontrakte geschloffen.
Zur Handlung gehört auch das Münzwestn re. Das Münz-amt in der Residenz Salzburg besteht aus einem Direktor, einemMünzmeister, einem Münzwardein, einem Medailleur und einemLanzelisten. Alle Jahre werden etwas über eine halbe Million anhaaren Gelde ausgemünzt.
Der Münzfuß ist hier der Leipziger Vier und zwanzig GuldenFuß, dergestalt, daß 100 Gulden Wiener Währung in Salzburg 120Gulden ausmache».
Von LaudeSmünzen cirkuliren:
Von Lupfer. Nichts.
Do'-