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Physikalische Arbeiten der einträchtigen Freunde in Wien. [Zweyter Jahrgang.]
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Folio sehr sauber gsdrukt hat. Unter den Manuskripten sind einige sehralt, und viele ungemein prächtig geschrieben, wo die Anfangsbuchstabenmit der alten verloren gegangenen Kunst sehr massiv mit Gold aufgelegtsind. Die prächtigsten darunter sind: Die Bibel lateinisch von 1428,auf sehr schönen Pergament ungemein prächtig geschrieben, und mit ziem-lich guten Mignaturgemälden geziert; Titus Livius aus dem ratenJahrhunderte, 4 Bände, eben so prächtig. Ein Lticero aus dem rotenJahrhunderte; ein schöner mit vielen goldnen Buchstaben auf Perga-ment geschriebener und mit Figuren gezierter Alkoran, der bey der tür-kischen Belagerung von Wien im Jahre 168z in dem Zelte des Groswe-sirs gefunden worden, und durch einen ungefehren Zufall hiehergekom-nien seyn soll; und endlich ein deutsches medicinisches Manuskript ausdem Anfange des rgten Jahrhunderts, das vielleicht verdiente, studiertzu iverden.

<l.) Die neue Residenz, dem Neubau gegen über. Sie ent-hält nichts merkwürdiges; das Gebäude aber läst ganz artig.

e.) Die Metropolitankirche. Sie ist ein schöner grosser Tem-pel, dessen innere Verzierungen gröftentheils von den schönsten Artendes salzburgischen Marmors gemacht sind. Alle Altäre sind von Mar-mor, wovon einige sehr gute Altarblätter haben. Diese Kirche besiztausserdem einen beträchtlichen Schaz an silbernen und goldenen Gefäßen,Perlen, Diamanten und andern Kostbarkeiten.

5 .) Die Peterskirche mit dem dazu gehörigen Benediktiner-kloster , und der darin» befindlichen Bibliothek. Die Kirche ist eben-falls schön und groß, und hat einen Kirchhof, auf dem man eine MengeLreuze und Epithaphien sieht, wovon einige gut gearbeitet sind. DasKloster enthält dermal 41 Geistliche, denen ein Prälat vorgesezt ist, derfeinen Rang gleich nach dem Dvmprobst hat. Es hat einige Pfar-reyen und überhaupt schöne Einkünfte. Die Bibliothek enthält gegeni2,ooo Bände an gedrukten Büchern, und ein paar hundert Manu-skripte. Unter den ersten sind die ältesten Bibeln folgende: eine latei-nische ohne Jahrzahl, wekche für die älteste gehalten wird; sie ist schön

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