Band 
Physikalische Arbeiten der einträchtigen Freunde in Wien. [Zweyter Jahrgang.]
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gedrukt. Eine deutsche Von 1454; eine lateinische von 1459; und einefranzösische, in Paris gedrukt, von 1587. Uebrigens sind noch merk-würdig die ersten 9 Bücher des justinianischen Kodex auf Pergamentsehr schön gedrukt. Unter den Manustripten sind auch einige aus dem8 ten Jahrhundert; eine lateinische Bibel aus dem sten Jahrhundert,auf Pergament in Folio sehr schön geschrieben; 5 ervü Lommeocarius iaVirgilium aus dem iLten Jahrhundert; und ein Herbarium vivum falz-burgischer Pflanzen von 984 Stüken mit einer Beschreibung, und es thutmir leid, daß es mir an der Zeit mangelte, dasselbe zu meiner Absichtbesser zu beuüzen, welches mir die beeden gefälligen und geschikten Her-ren Bibliothekaire, P. Heinrich weizenbek und P. Maximus poscha-cher gerne gegönnt hatten.

Z.) DerMarstall; er ist einer der schönsten in Deutschlandsund enthält dermal 140 Pferde, welchen ihr Futter in marmorne Be-ten gegeben wird. Sonst liessen auch marmorne Kanäle unter densel-ben durch 5 izt aber find solche mit einem Aufwande von 15,000 fl. ver-ändert worden, und sie sind dermal unter dem Fußboden angebracht,so daß man sie nicht sehen kann, und stehen mit einem in der Mitte be-findlichen Hauptkanal in Verbindung. Alle Wagenpferde, die hier zusehen, und in Zügen zu 6 Stücken zusammengeordnet sind, sind ausden Stuttereyen des Landes; die Hermeline und Tieger sind darunterdie schönsten. Bon den englischen Beschottern ist man dermal völlig, abge-kommen; die gegenwärtigen find Neapolitaner und Türken.

Ii.) Das Amphitheater, welches zu einer Somerreitfchule dient.Es besteht aus vielen geräumigen Logen, die in einem aus dichter Kalk-brxtschir bestehenden Felsen gehauen sind.

i.) Die Sebastianskirche. In dem dazu gehörigen Kirchhofefind viele Döne marmorne Grabmäler, worunter mir das Gschwend-ncrlsche am besten gefallen hat. Auch ist hier das Grabmal des be-rühmten Thesphrastus paracelses zu sehen. Es befindet sich im Vor-hofe der Kirche, nahe an der Thüre, die zum«Kirchhofe führt, und hatnebst seinem Portraite folgende Aufschrift: