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Von Deutschland gezählt werden kann. Ich würde zu wektläuffig wer-den, wenn ich alle seine Merkwürdigkeiten beschreiben wollte; doch ver-dienen die schön gearbeiten Portale oder Eingänge, und der sehr künst-lich gearbeitete Fußboden hier besonders bemerkt zu werden, keztrer istsehr zierlich mit weissem, rothem und grauem Marmor belegt, dessenStüke so zusammengesezt sind, daß sie einen frappanten optischen Be-trug machen; es scheint nämlich, wenn man aus den obern Nebenzim-mern in den Saal hinabsieht, als ob alle Menschen auf Spizen giengen.
Unter den vielen Gemählden, die sich in diesem schönen Rath-hause befinden, sind folgende die besten: a) der Besuch der Königin vonSaba bey dem Könige Salomo, von Mathias Lager auf nassem Wurfgemahlt; es ist 20 Schuh hoch, und 50 breit, und befindet sich im un-tersten Stvkwerke unter den Fenstern, aus welchen man nach den Ge-fängnissen sehen kann. b) Das jüngste Gericht in der Rathsstube, eben-falls von Lager, e) Simstn und Delila in eben diesem Zimmer vonLukas itranach. ä) Das Bildniß Kaiser Maximilians I. in der altenBaustube, von Albrecht Dürrer mit Wasserfarben gemalt, e) DasDckeustük -es schönen Saales im dritten Stvkwerke, von Lager, nebstverschiednen andern Gemählden in diesem Saale, die alle auf nassemWurf sehr dauerhaft gemalt sind.
2.) Das Mezgerhaus, nebst dem nahe dabey gelegenenSchlachthaus-, in welchem sich ungefehr 100 Fleischbänke befinden, indenen es ziemlich reinlich aussieht.
z.) Das Weberhaus, worinn die Beschau aller Leinwänden rc.vorgenommen wird, und in welchem sich ein schöner Vorrarh von Flachs,Garn rc. befindet. Es hat äusserlich viele Malereyen al Fresco vonMathias Lagern.
4.) Der Wasserthurm beym rothen Thore, in welchem sichderschiedne schöne Modelle und Zeichnungen befinden, worunter das Modelldes erwähnten grossen Wasserthurms, der Schafhauser Brüke. ein Gra-dierwerk, und eine dreyfache Gchneckentreppe am merkwürdigsten sind.
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