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Physikalische Arbeiten der einträchtigen Freunde in Wien. [Zweyter Jahrgang.]
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kann. Die Fugen -er Gläschen sind überdies so gut verklebt, daß dasInsekt in einer langen Reihe von Iahn» vor der Verwesung ge-sichert ist.

Die Conchylien und Versteinerungen sind an der Zahl über2000 stark, darunter die panrofelschneke das merkwürdigste Stük ist.

An Mineralien sind zwar ebenfalls bey 2000 Stüke vorhan-den ; doch befinden sich wenige auserlesene unter derselben. Das merk>würdigste scheint mir ein Stük Gchörl mit gediegenen Silber.

Nachmittags besah' ich die gräflich Palmische Bibliothek,welches g'ewies eine der ansehnlichsten Privatbibliotheken in Deutsch-land ist.

Sie besteht aus ungefehr 50,000 Bänden, wozu -er Grunddurch die von den Erben des seel. Rink um 15,000 Gulden erkauft,und in iv,oOc> Bänden bestandne Bibliothek gelegt wurde. Obwohlzwar die historischen und juridischen Fächer am stärksten besezt sind, sofehlt es derselben doch auch an den besten, und selbst an den neustenWerken aus der schönen, physikalischen, medicinischen und kameralifti-schen Litteratur ganz und gar nicht.

Unter den ältesten Büchern, die sich in dieser Bibliothek befin-den, sind die merkwürdigsten: O verschiedne deutsche und lateinischeBibeln von den Jahren 1460 bis 1480. i) Eine lutherische Bibel,auf Pergament mit illuminirten Kupfern gedrukt. Augsburg beySteiner isgz. z) Eine böhmische Bibel, die die Tabvriten in Venedig-ruken liessen, und 4) eine katholische Bibel in malabarischer Sprache.

Den 4ten Brachmonds. Den Vormittag brachte ich damitzu, daß ich einige Kirchen besah', und ein paar Visiten machte; gleichnach Tische aber fuhr ich mit der sogenannten Ordinari vom bayeri-schen Hofe von Regensburg ab. Man weis, wie wenig eine Wasser-reise Gelegenheiten zu physikalichen und besonders mineralogischen Beob-

achtun-