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Gedichte von Ludwig Heinrich Christoph Hölty / besorgt durch seine Freunde Friederich Leopold zu Stollberg und Johann Heinrich Voss
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51
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Drum werdet floh!Gott will es so,

' Der uns dieß LebenJur Lust gegeben!Genießt der Zeit,

Die Gott verleiht!

An die Ruhe.

Tochter Edens, o Ruh, die du die FinsternißStiller Haine bewohnst, unter der DämmerungMondversilbertcr PappelnMit verschlungenen Armen weilst. ^

Mit dem Schäfer am Bach flötest, der SchäferinUnter Blumen der Au singest und Kranze flichtst.Und dem SchcllengeklingelIhrer tanzenden Schäfchen horchst!

Wie der Jüngling die Braut liebes so lieb' ich dich,Allgcfällige Ruh! spähte dir immer nach.

Bald auf duftenden Wiesen,

Bald im Busche der Nachtigall!

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