Band 
Erster Band.
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Denkmäler Denderah's II.

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In der That mag es auch oft sehr schwer seyn, da zu erklären,wo nichts zu erklären ist, und wo es an allen Anhaltspunkten mangelt.Man erinnert sich vielleicht noch an den berühmten Grabstein, der inder Umgebung von Haleb (Aleppo) vor etwa 20 Jahren gesundenwurde und dessen Aufschrift aller Bemühungen der Philologen unge-achtet ungelesen blieb, obschon man das lluo similo davon beinahean alle Universitäten Europas geschickt hatte. Der berühmte Syl-vester de Sassy in Paris glaubte endlich, nach vielen vergeblichenBemühungen, diese Aufschrift enträthselt zu haben, und gab davonfolgende Uebersetzung, deren Richtigkeit er durch viele und ohne Zweifelsehr gelehrte Bemerkungen bewies:

„Allah ist der alleinige Gott, und Mohamed ist sein Prophet,der unö segnen und erhalten wolle."

Allein der nicht minder berühmte Philolog Tychsen in Rostock hieltdiese Uebersetzung nicht für richtig und bewies, ebenfalls durch sehrgelehrte Noten, daß das Original, Wort für Wort, so laute:

„Das Feuer ist das schrecklichste aller Elemente; Mohamed,der geliebte Prophet Allahs, möge uns segnen und davorbewahren."

Herr Frähn, Professor der orientalischen Sprachen in Kasan, undsetzt Direktor des asiatischen Museums in Petersburg, der mir eineCopie jener Inschrift zeigte und dem ich diese Anekdote nacherzähle,war der Ueberzeugung, daß alle beide vorhergehenden Versionen falschwären, und bewies durch viele andere und ohne Zweifel ebenfallssehr scharfsinnige Bemerkungen und Randglossen, daß die getreue undeinzig wahre Version folgende sey:

„Abdallah war der Freund Gottes und MohamedS, der hatihn gesegnet und immerdar erhalten m seinen Kindern."

Es thut mir leid, nicht erfahren zu haben, wer noch weiter an dieUebersetzung dieses ohne Zweifel sehr kostbaren Monumentes sich ge-wagt hat, aber nach dem Vorhergehenden ist beinahe nicht zu zweifeln,daß es noch einige Dutzend solcher Uebertragungen geben mag, vondenen jede mit der andern nichts gemein hat.

Da mir aber diese weiteren Nachrichten von kufischcn Inschriftenfehlen, so mag eö mir erlaubt seyn, hier noch einer anderen neuerenrömischen Aufschrift zu erwähnen, die vor etwa fünf Jahren in einerungarischen Zeitung erschienen ist, und den Philologen einige Tage