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Denkmäler Denderah's II.
geringen Freude, lwar Iiim, daß man mehrere hundert Millionen gegeneine für die Richtigkeit seines Resultats wetten kann.
Das war denn sür einen Mathematiker ein bischen gar zu arg, dawir einen solchen Grad der Gewißheit leider bei fast keiner menschlichenWahrheit ausweisen können, obschon die meisten derselben unö vielmehr interessiren, unser Wohl und Weh viel näher angehen, als alleegyptischen Thierkreise zusammen genommen. Auch hat es, wie manerwarten konnte, nicht an Leuten gefehlt, die so auffallenden Behaup-tungen sich kühn entgegenzustellen wagten, und die, wenn sie gleichnicht mit der Analysis des Unendlichen und der sublimen Theorie derProbabilitätö-Rechnung ausgerüstet waren, jene Behauptungen ausanderen, nicht minder triftigen und mehr verständlichen Gründen, aufihren wahren Gehalt zurückführten, und dcknit wieder einen Beweisvon dem schon so oft bewährten Erfahrungssatze gaben: daß gelehrteSchulkenntniß und bloßes Studiren allein nicht immer genüge, unddaß man endlich sich selbst in den Irrthum so tief hineinstudirenkönne, daß Erlösung daraus nur wieder von dem gesunden schlichte»Menschenverstände zu hoffen ist. Wer von den Lesern Lust hat, diesenStreit, und die Für und Wider, die man auf die Bühne gebrachthat, näher kennen zu lernen, mag die Akten der Pariser ^vuäkmisäos insoriplions et bvllss lettros vom August 1822 nachsehen, so wiedie Memoiren der ^esäsmio üss soisncsZ vom Juli desselben Jahres,wo Bist, Jomard, Champoillon u. A. den Kampfplatz betreten undsich gar weidlich herumtummeln.
Ist jener Thierkreis in der That in der Absicht verfertigt wor-den, den damaligen Zustand des Himmels, und die Stellung der
Nachtgleichen und Solstiticu zu zeigen, oder soll er nur überhauptden gestirnten Himmel, ohne Ansprüche auf mathematische Genauigkeitund auf irgend einen wahrhaft astronomischen Endzweck darstellen?Herrschte bei der Entwcrfung desselben eine rein wissenschaftliche, odereine bloß kirchliche Idee vor, die sich auf den Kultus und die ver-worrenen, abergläubischen Dogmen der alten egyptischen Priester grün-dete? Sind diese Figuren, welche ohne Zweifel Sterngruppen vor-stellen sollen, die wahren Sternbilder, oder nur die sogenanntenZeichen des Himmels in der Bedeutung, wie diese beiden Dinge nochjetzt von den Astronomen unterschieden werden? Bezieht sich die Thei-lung des Thicrkreises durch den Streifen, der von Norden nach
Süden durch däS ganze Bild läuft, wirklich auf die Aequinoctial-punkte, oder vielleicht nur auf eine andere, viel kleinere Periode,
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