Band 
Erster Band.
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139
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Denkmäler Denderah's II.

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etwa aus die Epoche, wo eines der vielen heiligen Jahre der Egypteranfing? Und selbst, wenn auch geometrisch scharf bewiesen werdenkönnte, wovon wir aber noch sehr weit entfernt sind, daß dieserThierkreis durch seine inneren nicht zu verkennenden Kennzeichen irgend «eine nahe oder ferne Epoche bezeichnete, wer sagt uns, ob dieseEpoche zugleich die Epoche der Erbauung des Tempels, ob sie nichteben so gut bloß eine Erinnerung an eine frühere Zeit andeutensollte, die vielleicht für die Egypter gar nicht eristirt hat, mit welchersie aber, auf ihr vermeintes hohes Alterthum stolz, nach der Sittealler morgenländischen Völker Staat zu machen suchten?

Wenn diese egyptischen Priester schon vor zehn- und zwanzig-tausend Jahren die Präcession so genau kannten, warum mußte siedenn Hipparch, der doch in Egypten war, erst 150 Jahre vor Christiso mühsam entdecken? Warum nahm dieser größte Astronom des Alter-thums die Präcession nicht aus den Registern der egyptischen Beob-achtungen, oder von den Plafonds ihrer Tempel, sondern aus dennur 150 Jahre älteren Beobachtungen Aristiüs und des Timocharis?

Doch wohl, weil die Egypter selbst sie nicht kannten, und weil manvon dem nichts nehmen kann, der selbst nichts hat.

Die in unserm früheren Aufsätze bemerkte Bestimmung der Längedes Jahres durch die Egypter ist so fehlerhaft, daß, wenn wir sienur 700 Jahre durch beibehalten wollte», schon die größte Hitze desSommers in die Mitte unseres Dezembers, und die größte Kälte indre Mitte unseres Juni fallen würde.

Wer sich die Mühe nehmen will, die Bruchstücke der historischenAnnalen der Egyptier anzusehen, die im TimäuS und Crito des Platound im Herodot vorkommen, so wie sie dem Herodot selbst, und einJahrhundert früher dem Solon von den Priestern mitgetheilt wurden,wird ihre gehaltlose, mährchenhaste Natur sogleich erkennen. DieseAnnalen umschließen einen Zeitraum von 17,000 Jahren, in welchemsie von göttlichen, und einen andern Zeitraum von 15,000 Jahren,in welchem sie von menschlichen Königen regiert worden seyn sollen.

Unter diesen Königen hatte der eine zwei Köpfe, der andere vierArme, der dritte war Mann und Weib zugleich, der vierte keinesvon beiden u. s. w.

Es ist sehr wahrscheinlich, daß die Egyptier eigentlich gar keineGeschichte ihrer früheren Zeit, nicht einmal zusammenhängende Erdich-tungen besessen haben, wie doch die Jndier und andere Völker aus-weisen können, weil in jenen sich beinahe alles widerspricht; daß ihnen