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Erster Band.
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Denkmäler Denderah's II.

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derah selbst für sein geringeres Alter. An keinem Theile desselben,selbst nicht an den äußeren, den Unbilden der Witterung ausgesetzten,bemerkt man solche Zerstörungen, wie sie der Zahn der Zeit bei allenandern Werken dieser Art schon in einem, wie erst in so vielen Jahr-tausenden, zu verursachen pflegt.

Die häufigen Uebcrschwemmungen des Nileö, wenn sie auch dasGebäude nicht selbst unter Wasser setzten, durchwühlten doch denBoden, der die Feuchtigkeit aufnimmt und fortführt, der dann auf-schwillt, und bei der wiederkehrenden Hitze und Trockenheit wiedereinsinkt und bricht, so daß bei den jährlich wiederkommenden Einwir-kungen dieser Art an die unantastbare Erhaltung eines Gebäudesdurch eine Reihe von mehreren Jahrtausenden kaum gedacht werdenkann. —

Es ist eine durch die Geschichte bewährte Bemerkung, daß unterden Ptolomäern sowohl als unter dem römischen Kaiser viele Tempelund öffentliche Denkmäler in Egypten, und zwar in dem Style diesesLandes errichtet, und mit Hieroglyphen aller Art verziert wurden.Davon zeugen mehrere unbestreitbare Inschriften dieser Gebäude, unddie Nachrichten der Geschichtschreiber jener Zeiten. Es ist daher sehrwahrscheinlich, daß die meisten jener Denkmäler, die wir noch so guterhalten sehen, auch dieser neueren Periode angehören, um so mehr,da von den eigentlich alten Tempeln des Landes wohl nur sehr wenigeder allgemeinen fanatischen Zerstörung entgangen seyn mögen, durchwelche sich die grausenvolle Eroberung Egyptenö unter Kambysesausgezeichnet hatte, in welcher die Perser, die alle bildlichen Darstel-lungen der Gottheit als einen Gräuel betrachteten, alles vernichteten,was mit diesen Darstellungen in irgend einem Zusammenhange stand,während im Gegentheile die Griechen sowohl, als die Römer, eS sichangelegen seyn ließen, die Gottheiten der fremden unterjochten Nationenin ihre eigenen Tempel aufzunehmen, und ihnen in dem eigenen, alsonoch vielmehr in dem fremden Lande Tempel und Altäre zu erbauen.

Endlich steht diese bloße Hypothese von dem hohen Alterthumeder egyptischcn Cultur mit allem in geradem Widersprüche, was wirVerläßliches über Menschengeschichte überhaupt wissen. ES ist keinemZweifel unterworfen, daß Egypten zur Zeit des Moses schon einenbedeutenden Grad wissenschaftlicher Cultur erworben, und sich dadurchvor den Nachbarvölkern ausgezeichnet hatte. Ein solcher Zustandbleibt nie ohne Einwirkung auf die umgebenden Länder, und in derThat sehen wir um dieselbe Zeit Strahlen von dort ausgehen, die