Band 
Erster Band.
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Unrichtigkeit der christlichen Zeitrechnung.

(Suttgarter Morgenblalt 183V I.)

Aaß unsere christliche Zeitrechnung, die mit der Geburt desErlösers anfangen soll, von dem Abte Dionysius, der im sechstenJahrhundert nach Christus lebte, eingeführt nnd später von allen christ-lichen Böllern angenommen worden ist, und daß diese Zeitrechnung,wenn sie in der That mit dem Geburtsjahre Christi anfangen soll,dieses um mehrere Jahre zu spät ansetzt, ist eine jetzt beinahe allge-mein bekannte Sache. Schon der berühmte KirchengeschichtSschreiberBaronius suchte zu zeigen, daß wir um zwei Jahre zu wenig zählen.Diese zwei Jahre wurden lange als der wahre und einzige Fehlerunserer Acre betrachtet, bis endlich Susliga, ein Pole, mit neuen abereben nicht sehr triftigen Gründen zu zeigen sich bemühte, daß wirnicht zwei, sondern eigentlich volle vier Jahre, zu wenig zählen. Durchdie Schrift Susliga's wurde der große Kepler auf den Gegenstandaufmerksam gemacht, und er unterwarf ihn einer besondern Untersu-chung, deren Resultate er zuerst in seiner Schrift: äe I. Lkristi vsrounno nuIMio. Franks. 1606 bekannt gemacht hat. Keplers Meinunggeht dahin, daß wir in unserer Zeitrechnung fünf Jahre zu wenigzählen, und daß wir daher z. B. in dem gegenwärtigen 1830. Jahreeigentlich 1835 schreiben sollten.

Wir werden die Gründe, welche nach den neuesten Untersuchungen,besonders von Sanclementi und Jdeler, uns zeigen, daß wir vollesieben Jahre zu wenig zählen, und daher jetzt 1837 schreiben sollten,später anführen, und wollen zuerst sehen, wie der Gebrauch dieser