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Erster Band.
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Dialytische Fernrohre.

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daher gezwungen, bei den sphärischen Linsen, so schlecht diese auch zudem vorgesetzten Zwecke seyn mögen, stehen zu bleiben, da sie diese,und nur diese allein, in ihren Kugelschalen mit der gehörigen Ge-nauigkeit schleifen können. Dazu kommt noch, daß dieser Fehler,wegen der Abweichung der Gestalt der Linsen, ungleich empfindlicherfür unser Auge ist, als alle die bisher erwähnten. Der Fehler wegender verschiedenen Farben z. B., den wir bereits erwähnt haben, kannbei vielen Fernröhren bis auf 5 und 6 Minuten gehen, ohne daßihn unser Auge eben sehr bemerkt, während im Gegentheile der Feh-ler wegen der Gestalt der Linsen, wenn er auch nur eine einzigeSekunde beträgt, also über 300mal kleiner ist, als der Fehler wegender Farben, schon störend aus die Klarheit des BildeS einwirken, undein in allen andern Beziehungen gutes Fernrohr zu einem sehr mit-telmäßigen machen würde. Die alten Optiker mußten sich daher ganzbesonders bemühen, sich von diesem letzten Fehler, wenigstens so vielmöglich, frei zu machen, und sie fanden bald, daß dieß nur dadurchmöglich wird, daß sie die Länge des Fernrohres recht groß und zu-gleich die Ocffnung des Objektivs recht klein annahmen. Dieser Fehlerverhält sich nämlich im Allgemeinen wie die dritte Potenz des Durch-messers des Objektivs und verkehrt wie die vierte Potenz der Längedes Fernrohres, und bei zwei gleich langen Fernröhren wird daherdasjenige, dessen Oeffnung doppelt so groß ist, einen 8mal größerenFehler, und bei zwei Fernröhren von gleicher Oeffnung wird dasjenige,dessen Länge doppelt so groß ist, einen 16mal kleineren Fehler wegender Kugelgestalt der Linse geben. Hierin liegt die Ursache, warumdie Optiker den Rand ihrer Objective so oft mit einem Ringe vonMetall oder auch nur von Kartenblättern bedeckten, wie man dießnoch häufig genug bei den alten Zugfernröhren ficht. Daß aber dieseVerkleinerung der Oeffnung der Lichtstärke des Rohres beträchtlichschadet, ist schon oben bemerkt worden, daher man denn auch beidenalten Fernröhren, selbst bei den sehr langen und stark vergrößernden,so oft über den Mangel an Licht zu klagen pflegte.

Man sieht aus allem Vorhergehenden, daß unsern ersten Opti-kern in der Verfertigung lichtstarker Fernröhre mit beträchtlichen Ver-größerungen sehr große Schwierigkeiten begegneten, die sie größtenteilsnicht anders zu besiegen oder ooch zu vermindern hoffen konnten, alsindem sie die Länge ihrer Teleskope recht sehr vergrößerten. Dahererhielten wir auch von den Künstlern jener Zeit, zu Ende deS 17tenJahrhunderts, Fernröhre von einer ganz entsetzlichen Länge, die aber

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