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Erster Band.
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Knebel's Nachlaß.

Auch Klopstock hat viel von Wahnwitz, nur von einer etwas andernArt. So bleibt denn also wahr, was Horaz sagt: Omnes inssnirepoölas."

Und so geht eS fort mit allen andern, die ihm oder denen erim Leben nahe gekommen ist. Es kann wohl nicht geläugnet werden,daß die meisten dieser Bemerkungen sehr geistreich, sehr treffend sind,und daß ihnen oft viel Wahrheit zum Grunde liegt; aber sie sindbeinahe sämmtlich, selbst in Briesen an vertraute Freunde, zu kaustischfür Männer der Art, wie sie hier besprochen werden. Woher nahmKnebel, der sonst so liebenswürdige, menschenfreundliche Knebel,alle diese Bitterkeiten, um sie in so reichem Maße über PersonenauSzugießen, deren Verdienste doch wohl Rücksicht und Achtung forder-ten, und mit denen er selbst durch vielsährige Bande des freundschaft-lichen Verkehrs verbunden war. Es wäre zu wünschen, daß die Her-ausgeber, die in ihrer Einleitung zu dieser Sammlung nur die liebens-werthc, sa die sanstmüthigc Seite ihres Autors so sorgsam herausstellen,uns darüber einige nähere Erklärung gegeben hätten. Auch dürfenwir den Wunsch nicht unterdrücken, daß dieselben Herausgeber unsauch die Erläuterung mancher andern Stelle in diesen Briefen hätte«mittheilen sollen. An einigen Orten haben sie es gethan, aber an sowenigen! So wird I. S. 60 Sparta mit Potsdam übersetzt,was ohne diese Einschaltung unverständlich geblieben wäre. S. 83heißt eö: Haben Sie gelesen, was Kl. gegen mich geschrieben hat?wobei die Herausgeber den ganzen Namen Klotz in der Note mitthei-len. Eben so nothwendig war die Note II. S. 65, die aber vonBöttiger's Hand ist. Aber wie so manche andere Stelle ist dafürunerk.ärt und für solche Leser unerklärbar geblieben, die, fern vonjenen Verhältnissen, die nähern Umstände der Personen nicht genugkennen. WaS ist z. B. das kclictum krsetorisnum, das Göthe nachII. S. 273 für das Theater gegeben hat, und von dem Herder da-selbst sagt, daß Göthe noch nichts so platt und geistlos geschriebenhabe? — Auch wäre es zum Verstehen dieser Briefe wohl besser ge-wesen, wenn die Antworten, wo sie sich gesunden haben, unmittelbarauf die Zuschriften angereiht worden wären, während sie setzt,zwar in chronologischer Ordnung, aber nach den einzelnen Perso-nen geordnet sind, so daß man von mehreren Briefen des erstenTheils die Antwort auf dieselben erst in dem zweiten oder drittenerhält. Endlich wollen wir noch bemerken, daß die Herausgeber,deren willkommenes Geschenk wir übrigens mit innigem Danke aner-