Band 
Erster Band.
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Körte, Wolfs Leben und Studien.

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Studium, abn'eth. So erwachte in dem Jünglinge schon setzt dieAntipathie, die bei dem Manne später so krastig sich dem summaKezmio entgegensetzte, wie dieser auf der Universität halb spottweisegenannt wurde. Wir übergehen seine Art zu studiern, die, der vie-len Professoren dieser Akademie ungeachtet, gar bald wieder einsamund desultorisch wur>e, indem er die Collegien sehr wenig frequentirte,aber dafür desto mehr die berübmte Bibliothek dieser Stadt besuchte.Da er mit s iner Zeit sehr geizte, und davon zu viel durch den Bar-bier und Friseur verlor, die damals jeden Tag zu kommen pflegten,so entschloß er sich kurz den Bart acht Tage lang wachsen und dieKoplbaare alsbecren zu lösten, die er dann auch durch eine Perückeersetzte. Um auch im An- und Auskl.iden kurz zu seyn, ersetzte er tiegewöhnlichen Kleidungsstücke durch einen sonderbar geschnittenen Man-tel, der bald allgemein das kslllum ptiilvloZicum hieß. — Mit demCollegiüm-Hören wollte es übrigens durchaus nicht vorwärts. Er wurdeimmer zerstreut oder sch ästig, wenn er einen fremden Vertrag eineStunde durch anhören sollte, und das Nachschreiben war ihm in derSeele zuwider. Am Ende deS ersten Jahres batte er sich durch seinzu emsiges Stndiren wieder eine schwere Krankheit zugezogen, in wel-cher ihn schon mehrere der ausgezeichnetsten Professoren Göttingensbesuchten, da er sich bereits vorthcilhast bekannt gemacht hatte. Seitdieser Zeit, wo ihm die Noth etwas nahe ging, wurde alles langeNachtsitzen abgeschafft, und er studirte nunmehr nie über Mitternachthinaus.

Besuche von und bei andern Studenten waren bei ihm sehr sel-ten, am seltensten Abends, wo damals die Trinkgelage Statt fanden,an denen er nie Theil nahm. Mit den meisten seiner Bekannten kames nie weiter als zum Hutabzichen, wenn sie sich auf der Gaffe tra-fen. Man kannte seine Sitte und störte ihn nicht. Daö Tabakrau-chen galt ihm statt der Conversation. Er trieb dasselbe sehr arg, sodaß er fast den berühmten Borhornius übertraf, und eS manchen Tagüber zwanzig Pfeifen brachte, wo er sich dann durch den ihn umspie-lenden Dampf über die ihm umgebenden todten, langweiligen Gesell-schafter tröstete.

Durch Heyne'S sogenannte Gunst wurde ihm eine Lehrcrstellean dem königl. Pädagogium in Jlfeld angetragen, wodurch Heyneden selbstständigcn, unternehmenden Mann von Göttingen entfernenwollte. Die Stelle trat er 1779 an. Hier konnte er sich nicht rechtmit den Studenten abfinden, denen er zu jung war. Auch fand er