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Körte, Wols'S Leben und Studien.
der neuen Wollkultur, hereintrat, sagte Wolf: Es sey doch artig,daß auch diese Leute ibren Wollthär sV'ollnirv) haben. — Balddarauf lud er s-'ine Freunde zu einer ernsten Unterredung, wie ersagte, zu sich. Tdcse Unterredung betraf den Ort seiner Ruhestätteauf dem Kirchhofe. Sie fuhren mit ihm binauS, und er unterhieltdie ganze Gesellschaft mit seinem muntern Witze. Er wählte seinenOrt, und als er vom Grabsteine sprach, meinte er, ein einfacherbehaucner Stein, der etwas über die Erde hervorrage, siy das Beste.Die Alten hätten allerdings lnsicre Sach n, kunstvollere Statuen unddgl. gebabt; aber jetzt scym die Künstler so selten, alö daS Geld,und die deutsche Armuth besonders könne eS kaum im Bücherdruck zueinigem Glänze bringen, wie viel weniger in Marmor und Erz.
Unter s.inen nachgelassenen Papieren findet man mehrere«? zueiner SeU stbiograpbie; darin beißt eS unter anderm, daß er zu denfür ihn glücklichen Fügungen der Voisedung zähle: I. daß ich so baldschon die besten Bücher und in einer vernünftigen Folge zum Ge-brauche erhielt; 2. daß ich schon zu Göttingen als Student ein Paarderbe Widersacher meiner beabsichtigten Carriere erhielt, die michmeine Kraft kennen und üben lehrten; 3. daß ich so früh schon einefrische Liebschaft fand, die zwar gerade nicht sebr tugendhaft war,aber mich doch vor Schlechter:» schützte, und mich meinen Studiennicht entzog u. s.
Seinen letzten Geburtstag, den 15. Februar 1824, feierte er,wie im Vorgefühl, daß eS der letzte sey, im Verein seiner liebstenFreunde, luxuriöser als je vorher und in großer Fröhlichkeit. Abermit dem März d. I. wurde seine Gesundheit leidender. Er bat umUrlaub zu einer Reise nach Frankreich. Er wurde ihm, aber gegenGehaltsabzug, gegeben. Er wandte sich an den König, und seineBitte, um Befreiung von dieser Beschränkung, wurde gewährt. Jenäher er auf seiner Reise an den Rhein kam, desto kränklicher wurdeer; durch die Post, mit der er forteilte, durch das unordentliche Lebenauf der Reise, wo er sich größtcntheils vom Gefrornen und Conditor-Waaren nährte, vermehrte er seine üblen Zustände. Die kalten See-bäder in Marseille trugen noch bei, seine Gesundheit völlig zu ver-derben. Eine Erkühluug durch dieses Bad brachte ihm eine heftigeDiarrhöe und einen Lungen-Katharr, dem er unter großen Schmerzenunterlag. Er starb am 8. August 1824 in Marseille in den Armenseines ArzteS. Daselbst wurde er auch, am folgenden Tage, feierlichbegraben.