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Le Sage, Atlas.
Denn einmal kann doch nicht Jedermann ein Gelehrter in ihremSinne des Wortes seyn, und wer eS ist, ist es in einer einzigenWissenschaft, ja vielleicht nur in einem besonderen Zweige derselben,während er in allen übrigen, wenn er sie nicht ganz vernachläßigenwill, doch nur, vielleicht ohne es zu wissen, in die Klasse jener Frei-beuter gehört. Die goldenen Zeiten sind längst vorbei, wo ei«Crichthon, ein Pico von Mirandola u. A. alle Wissenschaftenumfassen, und ihre öffentlichen Deputationen, zu denen sie die ge-summte gelehrte Welt aufforderten, an alle Kirchthüren anschlagenkonnten. Zu einer Zeit, wo die ganze bekannte Wissenschaft der Ma-thematik, Physik, der Chemie, der Geschichte und Geographie in klei-nen Kompendien bestand, und wo man mit einer ktiilosoMs in nuossich begnügte, die jetzt kaum mehr bei einem Noth- und Hülfsbüchleinausreichen würde, zu einer solchen Zeit war es selbst mittelmäßigenKöpfen, wenn sie nur ein gutes Gedächtniß hatten, leicht, die Rolleeines sogenannten Universalgenies zu übernehmen, und auch vor Zu-hörern, die noch weniger als ihre Schauspieler, die eigentlich garnichts wußten, glücklich zu Ende zu führen. In unseren Tagen aberhaben sich die einzelnen Wissenschaften so ausgebreitet, daß einzelneZweige derselben zu großen Bäumen herangewachsen sind, und daßbeinahe jeder einzelne Theil den ganzen Menschen und seine ganzeKraft und Zeit in Anspruch nimmt, und am Ende doch noch unbe-friedigt läßt. Ein unübersehbares Heer von Kenntnissen breitet sichvor unseren Blicken aus, ein endloses Meer von Gegenständen allerArt, die der menschliche Geist nicht mehr zu umfassen vermag. Selbstdiejenige unter unseren Wissenschaften, welche ihrer Natur nach sicham meisten konzentrirt, die Mathematik, wenn gleich immer und überallnur der kleinste Theil der Gebildeten sich damit beschäftigt hat, welcheMasse von Kenntnissen dieser Art liegt bereits vor uns aufgethürmtda, und wächst mit jedem Tage zu einem endlich unübersteigliche»Gebirge heran. Der eigentlich mathematischen Werke nicht zu erwäh-nen, wollen wir nur an diejenigen analytischen Arbeiten erinnern,welche in Hunderten von Quartbänden der Akademien in Paris,London, Petersburg, Berlin u. s. w., und in den zahllosenZeitschriften unserer an Journalen aller Art so reichhaltigen Jahreerinnern. Les volumos in Ousrlo ins tont peur, sagte einer dergrößten unserer Geometer, Lagrange, zu einem jungen Manne, dersich unter , seiner Leitung dieser Wissenschaft widmen wollte, und ergestand aufrichtig, daß er, da ihn diese Dinge beinahe erdrücken,