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Le Sage, Atlas.
ein Beispiel zu geben, auf der neunten Tafel von den älteren Könige»Frankreichs: „König Johann, dessen Worte waren: die Redlichkeit,„aus allen Menschen verbannt, muß doch ihre Zuflucht in den Her-„zen der Könige finden; Karl V., der durch Klugheit die fast ver-fallene Monarchie wieder hob; Karl VII., der unter der Fahne der„Schönheit sein Reich wieder eroberte; Ludwig XII., der Väterliche,„der die Hofleute lieber über seinen Geiz lachen, als sein Volk über„seine Verschwendung weinen lassen wollte; Franz I., der Großher-zige, der sich über den Verlust seiner Freiheit mit der geretteten„Ehre tröstete; Heinrich IV., der Ritterliche, dessen weißer Feder-„bnsch in Frankreich das Sinnbild Ler Tapferkeit und des Ruhms„geworden ist" u. s. w. Diese spielenden, schillernden Witze mögenvielen, besonders unter unsern westlichen Nachbarn, recht angenehmdünken; aber für lehrreich, für wahrhaft instruktiv wird sie wohl Nie-mand halten, so wenig als für angemessen der Würde der Geschichte,da man durch solche Phrasen, wären sie auch noch so schön gedrech-selt, doch wohl nicht den Charakter der Könige und ihrer Völker oderdie Ursachen und Triebfedern ihrer Handlungen kennen lernen wird.Ohne indessen dem Verfasser einen Vorwurf daraus machen zu wollen,diese Wahl der Darstellung getroffen zu haben, fordern wir nur, daßer ihr auch gleich bleibe, ut unu8 et iüom sit ot silil oonstvt. Abernun lese man die gleiche auf jene Phraseologie folgende Ergießungüber die wahre Art, wie, nach seiner Meinung, die Fürsten erzogenwerden sollen. Man lese und vergleiche, vergleiche, sage ich, nichtihn mit sich selbst, sondern ihn mit irgend einer Stelle, z. B. inFenelon'S Telemach, der denselben Gegenstand ebenfalls mehr alseinmal, aber nie mit der Breite, mit der redseligen Geschwätzigkeitbespricht, wie hier unser Lexikograph gethan hat, der gar nicht müdewird, in dem weitschweifigsten Predigertone alles auszukramen, waser über die Erziehung des künftigen Regenten entweder in seinemeigenen Kopfe, oder in fremden Büchern gefunden haben mag. Undsolche Beispiele finden sich beinahe auf jedem Blatte.
Daß er die Ansichten theilt, welche jetzt in seinem Lande zurMode gehören, versteht sich von selbst, so wie man überall seine An-hänglichkeit an den Mann, den er nach St. Helena begleitete, erblickt,obschon er, man muß es gestehen, sich in beiden einer edlen Mäßi-gung befleißigt. Es ist sonderbar, und wird wohl immer eine schwerzu lösende anthropologische Aufgabe seyn, wie ein Mann, dem esweder an Talenten, noch an Kenntnissen, noch an Selbstständigkeit