Spazier, Jean Paul Richter.
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für Deutschland" auch als politischer Schriftsteller auftrat, und zwarfür jene Zeiten mit einem Muthe, der wirklich an Verwegenheit gränzte.In diesen Tagen erhielt er auch von dem Fürst Primas K. vonDalberg, was er so oft von andern deutschen Fürsten gehofft hatte,eine Pension von 1000 Gulden, die derselbe die ersten zwei JahreauS seiner Privatschatulle bestritt, bis sie im I. 1311 dem allgemei-nen Pensionsfond zugewiesen werden konnte. — Besonders reich wa-
ren die Jahre 1809—18 >6 an kleineren Aufsätzen und Flugschriften,die in den Journalen jener Zeit, besonders in dem Morgenblatte undin dem Cotta'schen Taschenbuche für Damen zerstreut sind, und durchdie er seine Kräfte, die einer höhern Anwendung werth waren, ver-
splitterte. Eben so erschienen in den „Heidelberger Jahrbüchern" sehr
viele Rcecnsionen fremder Schriften von seiner Hand. Eine Aufforde-rung, die von Friedr. Schlegel im Nov. 1811 an ihn erging,einer neuen Zeitschrift von besonderer Tendenz beizutreten, wird manS. 89 nachsehen können. — Im Jahre 1813 hatte, mit dem Endedes GroßherzogthumS Frankfurt, auch seine Pension ihr Ende erreicht.Er schrieb zwar eine Menge Briese an diesem zerr Personen, von wel-chen er eine günstigere Wendung dieser Angelegenheiten zu hoffen be-rechtigt war, allein er erhielt keine Antwort, bis endlich zu Ende dcSJahres 1815 der König von Bayern die weitere Auszahlung dieserPension übernahm. Seitdem unternahm er jährlich im Frühlinge Er-holungsreisen in diejenigen Gegenden Deutschlands, die ihn durch ihreNaturschönheiten oder durch ihre Bewohner besonders anzogen. VielFreudiges wurde ihm auf diesen Reisen von anerkennenden Freundengewährt. Wir bemerken hier nur der Sonderbarkeit wegen das Ent-zücken, welches er bei dem Empfange eines Doctor-Diploms, von ichweiß nicht welcher deutschen Universität empfand. In seiner Naivetätverkündigte er diese Erhebung seiner Person in den gelehrten Adelstandin einer eigenen kleinen Schrift: „ErgänzungSblättcr zur Lewana,"und unterzeichnete seitdem alle seine Vorreden, ja selbst seine Briesean die vertrautesten Freunde mit diesem Titel. DaS Diplom warallerdings auch in ungewöhnlich schmeichelhaften Ausdrücken abgefaßt,da er in demselben ein?onts immortallü hieß, ein lumnn et, ornsmnn-'tum saoeull, princep-; inZenli et üootrinao et vlr, qualmn canäliliorsmterrs nonüum lullt sie. Einen zweiten Jneidenzpunkt dieser Re senbildete seine Bekanntschaft im Jabre 1818 mit Sophie PauluS,die später durch ihre Schriften und durch ihre ku-ze unglückliche Ehemit Aug. Wilh. Schlegel bekannt wurde. Dieses glänzende Gc-