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Erster Band.
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Spazier, Jean Paul Richter.

stirn zog ihm überall auf dem Rheine nach, und er war so unvorsich.tig, nach seiner Rückkunft seiner Frau so viel von dem Glänze zuerzählen, welchen dieser helllenchtende Stern auf seinen Weg gestreuthatte, daß die letztere eifersüchtig wurde, und nur schwer wieder auf jbessere Ansichten zurückgebracht werden konnte. In Heidelberg ließ ersich auch von dem animalischen Magnetismus sehr einnehmen, derdort von mehreren Professoren eifrig cultivirt wurde. Er entdecktenun zu seiner großen Freude die ihm selbst inwohnende große magne-tische Kraft, mit der er, selbst in großen Gesellschaften, bloß durchfortgesetztes starreö Anblicken mehrere Frauen einschläferte, ohnezu bedenken, daß die in früheren Jahren ihm beiwohnende Kraft, mitder er die schlafenden aufwecken und zu sich hinziehen konnte, vielstärker und edler zugleich gewesen seyn muß. Im I. 1819 ging er f

nach Stuttgart und 1620 nach München, wo sein Sohn im Gymna- ^sium unter Thiersch der Philologie sich widmete. Die Zwischen-räume, welche diese jährlichen Reisen von seiner Zeit übrig ließen,wurden größtenteils der neuen Auflage seiner Werke gewidmet. Erhatte die Freude, seine sämmtlichen Schriften, auch die ersten, diegrönländischen Prozesse nicht ausgenommen, mehrmal aufgelegt zusehen. Die Verbesserungen, die er damit vornahm, bezogen sich mei-stens auf die Sprache, und er wollte darin manche seiner Ansichtenüber Orthographie u. dgl. hartnäckig durchsetzen, wodurch er sich abermehrere seiner Leser entfremdete, die an solchen Neuerungen einer schonfixirten Sprache mit Recht Anstand nahmen.

Unter diesen Arbeiten und Vergnügungen war sein Herz fröhlichund heiter, wie der blaue Himmel über ihm, alö plötzlich, im Spät-herbst 1821, eine gewitterschwangere Wolke an diesem Himmel heran-zog, und sich furchtbar über seinem Haupte entlud. Sein Sohn, dener in seinen Studien, besonders der Philologie, vertieft und glücklichglaubte, kam unversehens krank an, und starb drei Tage nach seinerAnkunft in den Armen seines Vaters.

Der gute Jüngling hatte seine Gesundheit nicht nur durch an-haltende Studien und Nachtwachen, sondern auch durch absichtlicheEntbehrungen untergraben, welche letzter« er sich aufzulegen für eineheilige Pflicht hielt, um auch darin seinem, von ihm hochverehrtenVater ähnlich zu werden. Dazu kam eine eigene geistige Selbstquä-lerei, indem er sich Mangel an Phantasie zum Vorwurf machte, denev durch noch anhaltendere Studien zu ersetzen bemüht war. Ausdieser Quelle entsprangen peinigende Zweifel an seiner geistigen Bc-