Petzholdt's Geologie.
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Uebereinstimmung zu bringen sucht, bemerken wir nur noch, daß er,nicht zufrieden, jene für uns längst verschwundene Vergangenheit, wieer glaubt, erklärt zu haben, nun auch, seine Blicke in die eben soferne Zukunft wendend, das dereinstige Schicksal der Erde vorauszu-sehen weiß. Da ihm bereits ein Komet so gute Dienste geleistet hat,so steht er nicht an, noch einen zweiten zu Hülfe zu rufen, der, wiejener in der Vergangenheit durch Master, so dieser in der Folgezeitnnserer Erde durch Feuer eine Umwandlung bereiten wird. Dieserneue Komet wird nämlich kein wässeriger, wie jener, sondern ein sehrgroßer feuriger Komet seyn. Bei seiner Annäherung zur Erde wirder auf der letzten schreckliche Ungewitter und Erdbeben erregen, feurigeMeteore werden die Erde an allen Orten umgeben, und ein allge-meiner Brand wird alle organischen Wesen und die ganze Oberflächeder Erde selbst verbrennen, und wenn die letzte dadurch in einen Zu-stand der Verglasung und der völligen Durchsichtigkeit, gleich einemgroßen Krystalle, versetzt seyn wird, dann wird sie der Aufenthaltvon höheren Wesen werden, die ganz frei von all den Gebrechen undUnvollkommcnheiten sind, mit welchen wir hienieden so viele Jahr-tausende durch vergebens gekämpft haben.
Nahe zwanzig Jahre vor Whiston hatte sich ein anderer Britte,Thomas Burnet, mit demselben Probleme beschäftigt (m. s. dessen'I'elluris tbeoria saora, Uonü. 1681), ein Mann von viel Geist, dergut oder vielmehr schön zu schreiben wußte, der aber keine mathema-tische Bildung erhalten hatte, und deßwegen in Beziehung auf dieBündigkeit seiner Schlüsse weit hinter Whiston zurückgeblieben ist,obschon seine Schrift bei der Menge ein noch größeres Aufsehen, alsselbst die seines gelehrten Nachfolgers, gemacht hat. Der bekannteMathematiker Keill, Newton'ö Zeitgenosse und einer der eifrigstenGegner von Leibniß, hat es der Mühe werth gesunden, Burnet'SHypothese in einem eigenen Werke (kxsminslion ok tlio earlb, Uonä.1734) förmlich und durch geometrische Gründe zu widerlegen.
Nach Burnet war die Erde anfänglich eine verworrene Massevon den verschiedensten Bestandtheilen, die zusammen eine kugelförmigeGestalt bildeten. Die schwersten von diesen Bestandtheilen sanken indiesem Gemenge, als es sich in der Folge der Zeit zu läutern undzu klären anfing, gegen den Mittelpunkt der Kugel herab, und bil-deten hier einen soliden Kern. Um diesen Kern lagerte sich ringsherum das Wasser; um dieses die öligen und anderen Flüssigkeiten,die leichter sind als das Wasser; und um dieses endlich die leichtestenLittrow ' 2