Petzholdt's Geologie.
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starrung ihrer Umgegend nicht mehr sich dem Mittelpunkte nähernkonnten, und daher gleichsam zurückgeblieben sind.
Diese erste Periode der Bilrung unserer Erde beginnt also mitAbtrennung des Nebelstoffs aus der Atmosphäre der Sonne, und schließtnach der Bildung einer von einer Dunsthülle umgebenen glühendenKugel. Diese Dunsthülle, die ursprüngliche Atmosphäre der Erde,war durch ihre große Hitze viel weiter verbreitet, alö unsere heutigeAtmosphäre, und sie war ohne Zweifel auch noch mit viel mehr ver-schiedenen Stoffen, Wasser, Stickstoff, Schwefel - und Salzsäure u. f.,erfüllt.
Wir gehen nun zu der zweiten Periode der Erdbildung über,in welcher die glühende Kugel sich allmälich abkühlte, eine feste Krustean ihrer Oberfläche entstand, und die Berge sich zu bilden begannen.— Zuerst mußten die Dampfe in den höchsten Theilen der damalsnoch sehr weit verbreiteten Atmosphäre sich abkühlen, und dadurch ander noch flüssig glühenden Erdkugel sich niederschlagen, wo sie aber so-gleich wiever erhitzt worden, in neuen Dämpfen wieder aufsteigen, unddiesen Kreislauf wohl sehr oft wiederholen mußten. Durch diese fort-rüährende Wärmecrziebung mußte die innere Kugel selbst allmälichkühler werden, und an ihrer Oberfläche erstarren, wo denn in diesenobersten erstarrten Theilen der Kugel vorzüglich Thonschiefer, Glim-merschiefer, Gneiß und Granit zum Vorschein kommen mochten. Diesestarre Rinde strebte sich immer mehr zusammen zu ziehen, und mußtedaher, da sie unelastisch ist, und da die unter ihr stehende flüssig glü-hende Masse sich durch ihre Hitze immer mehr auszudehnen suchte, anvielen Stellen Riffe bekommen, durch welche dann mehrere tiefer lie-gende Massen hervorgepreßt oder gehoben wurden, und auf diese Weisesollen die Urgebirge entstanden seyn.
Zu dieser allgemeinen Darstellung der zweiten Periode fügt nunder Verfasser wieder seine erläuternden Anmerkungen hinzu, um daSVorhergehende auch den mit der Chemie nicht näher bekannten Lesernvollkommen verständlich zu machen. Wir wollen nur einige derselbenhier kurz mittheilen. — Die atmosphärische Luft besteht bekanntlich imAllgemeinen auö zwei Bestandtheilen, dem Sauerstoffe und dem Stick-stoffe, und zwar in dem Verhältnisse 21:79 dem Maße nach, oder23:77 dem Gewichte nach. Dieses Verhältniß wurde überall, aufhohen Bergen und in tiefen Thälern in allen Breiten, s Ibst in solchengeschlossenen Räumen beobachtet, wo z. B. viele Menschen oder Thierezusammenleben, ooer viele Lichter verbrannt, und dadurch asso auchrittro» l 3