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Beer und Mäkler, Mondkarte.
Mondes, die so eingerichtet ist, daß man auf ihr eine Orientirungdurch benachbarte Obsekte mit Sicherheit vornehmen kann, wiedieß dem Geographen durch unsere Landkarten und dem Astrono-men durch seine Sternkarten so leicht und sicher ausführbar ist. Werden ausgezeichnetsten und augenfälligsten aller Mondflecken, Tycho, auchnur einmal zur Zeit des Vollmondes betrachtet hat, glaubt gewiß,ihn zu jeder andern Zeit mit voller Sicherheit wieder finden zu können.Aber schon der erste Versuch, etwa um das letzte Viertel, wird hin-reichen, ihn von seinem Irrthume zurückzubringen. Er wird die ganzeScene, die ganze Ansicht des Mondes verändert sehen, und nur mitMühe das früher so deutlich Bemerkte wieder auffinden können. Umüberhaupt ein eigentliches Portrait dieses Himmelskörpers zu geben,durch welches man die einzelnen Züge seines Gesichtes in dem blo-ßen Anblick wieder erkennen kann, bleibt kaum ein anderes Mittelübrig, als jenes, welches schon der alte Hevel angewendet hat: eineKarte jeder einzelnen Lunation von Tag zu Tag zu geben, und aufdiese Weise den immer wechselnden PrvteuS in jeder seiner Gestaltenund Launen darzustellen.
Die gegenwärtige Mondkarte hat drei Par. Fuß im Durchmesser,und ist sonach größer, als irgend eine der wahrhaft guten General-karten dieses Gestirns, die zu unserer Kenntniß gekommen sind. WaSdie Verf. mit ihrem Fraunhofer'schen Fernrohre von 4'/z Fuß Brenn-weite und 42 Dec. Linien Oeffnung bei einer dreihundertmaligenVergrößerung noch auf dem Monde sehen konnten, haben sie auch inihre Karte ausgenommen. Bisher sind zwei Lieferungen derselben er-schienen, deren jede einen Quadranten des Mondes enthält; die bei-den anderen Quadranten sollen noch im Laufe deS Jahreö 1836 er-scheinen, und die so vollendete Karte wird ein eigenes Werk begleiten,in welchem die Resultate ihrer Beobachtungen- die Topographie derMondflccken und eine möglichst populär gehaltene Darstellung deSMondes als Glied deS Sonnensystems enthalten seyn wird. Die Karteselbst soll nur auf Autopsie und eigene Beobachtungen der Herausge-ber gegründet seyn. Das Ganze scheint mit großer Sorgfalt gear-beitet, und der Steinstich von C. Vogel gehört zu dem Ausgezeich-netsten dieser Art, wenn man die Schwierigkeiten erwägt, welche einso ausgedehntes Blatt mit so vielen Bezeichnungen dem Lilhographenmachen muß.
Eine der wichtigsten Rücksichten, welche die Vers. zu nehmenhatten, war die Art, wie die Höhe» und Farbenunterschiede der ein-