lrrasli, Luriositiss ok llitsralurs.
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^ Ich übergehe die nur kurz, oft nur mit einer Zeile angezeigten,da sie, so mager, wie ihr Schicksal, hingestellt, kein näheres Interessezu erregen pflegen. Ich übergehe auch, und gern, alle Beiträge zudiesem ohnehin schon sehr reichen Capitel, die man aus dem liebendeutschen Vaterlande noch hinzufügen könnte, das immer dafür gesorgthat, daß wenigstens der Stoff zu diesem Zweige der Literatur nichtfehlen möge. Doch haben, wie wir bald sehen werden, auch andereLänder nicht verfehlt, die Liste der gelehrten Bettler oder der betteln-den Gelehrten zu vergrößern, und diese letzteren hatten noch oft ihr> Glück zu preisen, wenn man sie nur noch so lange leben ließ, alssie eben leben konnten, ohne ihre Tage im Kerker oder auf demScheiterhaufen abgekürzt zu sehen, Vorwürfe, die unsere guten LandS-leute sich doch viel seltener, als die meisten anderen, zu machenhaben.
Wir wollen die Reise mit Camoenö, dem unsterblichen Dichterder Lusiade, dem Stolz Portugals, eröffnen. Er starb, nachdem erlängere Zeit mit den ersten Bedürfnissen des Lebens gekämpft hatte,als ein eigentlicher Bettler in dem Hospital zu Lissabon. Diese Nach-richt, die lange unbekannt war, findet sich in einem Exemplar derersten Ausgabe der Lusiade, die jetzt im Besitze von Lord Hollandist, von einer Mönchshand eingeschrieben. Der Mönch, der Camoensim Tode beistand, hatte von ihm daö Buch zum Andenken erhalten,das Letzte, waS er besaß, und womit er auch den letzten Dienst be-zahlen konnte, der ihm von einem Menschen erwiesen wurde. DieSchrift endete mit den Worten: „Der Arme starb im Krankenhausezu Lissabon. In seiner Krankheit hatte er kein Hemd und nach seinemTode kein Sterbetuch (uns ssusns), seine Leiche zu bedecken. WelcheLehre für alle die, die sich Tag und Nacht ohne Nutzen mit denWissenschaften plagen." — Und CamoenS war nicht bloß der ersteDichter Portugals, er hat auch die portugiesische Flotte in Ostindien* zu einem entscheidenden, seinem Vaterlande sehr einträglichen Siegegeführt! — Als sich, nach seiner Zurückkauft, ein Fidalgo gegen ihnbeschwerte, daß er noch immer keine Verse auf ihn gemacht habe, daer doch früher so viele Verse geschrieben hätte, sagte er: „Früherwar ich jung, gesund und verliebt dazu, da flössen die Verse wievon selbst — aber jetzt sind alle poetischen Adern vertrocknet. Sehtda, meinen Japanesen: er will Geld, mir heute das Zimmer zuheitzen und ich habe nichts." Nach seinem Tode nannten ihn seineLandsleute den Großen.