Band 
Zweiter Band.
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Israeli, t/iiriosities ok biteraturo.

daß die Abschreiber in den Klöstern uns so viele der alten Claffikererhalten haben. Aber mit demselben Rechte darf man auch behaupten, 'daß sie auch eben so viel zu dem Verluste mancher anderer beige-tragen haben. Die Verachtung, ja der Abscheu, den man vom zehn-ten bis zum vierzehnten Jahrhundert vor allen heidnischen Schrift- ,fiellern hatte, erscheint uns setzt in der That unglaublich. Wenn ^einer dieser Abschreiber einen griechischen oder römischen Claffiker von ^seinem Oberen begehrte, so war er, da er nicht reden durfte, auf !eigene Geberdensprache angewiesen, Ibis oonsistst, sagt unser Autor, 'in scrslcbinz unter bis esr, ss g äog, vliioli tsels sn itsobinZ, 'scrslsvbss bimselk in ttist plnoe >vitb bis psvv — becsuse, saiä tbe^, !nn undeiisver is oompsreä to s üoz. In tbis msnner tbe^ expresseäsn itokinz kor tboss lloZs, VirZil vr llorsce.

Als im zwölften und dreizehnten Jahrhundert die Manuskripteder Alten wieder gesucht wurden, standen sie in einem sehr hohen !Preise, obwohl man ihren innern Werth wohl nicht zu schätzen wußte.Man setzte eine Art von Stolz darein, ver Besitzer eines griechischen,römischen oder auch arabischen Manuskripts zu seyn, und zahlte die-'**selben oft zu außerordentlichen Preisen. Wir haben an einem anderenOrte dieser Blätter einige Beispiele von diesen Preisen angeführt.So kam es, daß dieser Gegenstand allmählich zu einer Art von Han-delsartikel geworren ist. Wucherer sahen solche Manuskripte, wieheut zu Tage goldene Geschirre oder Edelsteine, als die beste Gat-tung von Pfändern an. Zur Zeit deö WiedererwachenS der Wissen-schaften, in der Mitte des vierzehnten Jahrhunderts, war ein allge-meines Streben, besonders in Italien, sichtbar, die Manuskripte derAlten auszusenden. Alle Winkel von Europa, besonders die Wohnsitzeder Griechen und Römer, wurden durchgesucht, und selbst die Kloster-bibliotheken blieben nicht ungeplündert, obschon sie im Allgemeinenwohl nur wenig Beute lieferten. Dieser Richtung Aller zu einemZweck, dieser Begeisterung, die schon in Manie ausartete, verdankenwir die Erhaltung so vieler Schriften der Alten. Grafen und Für-sten erschöpften ihr Vermögen auf jahrelangen Reisen, und mit wahr-haft unglaublichen Summe«, die sie für solche Manuskripte zahlten.Sie wünschten sich gegenseitig Glück, diese Manuscriptensägcr, wennsie ein vorzügliches Werk aufgetrieben hatten; sie beneideten sich nochöfter, ja auch Verfolgungen blieben nicht anS, die sich, nach derSitte der Zeit, auf KindeSkinder fortpflanzten, und meistens mitblutigen Fehden endeten. Als Poggio eine Abschritt von Quinti-