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Zweiter Band.
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180 Israeli, Ourioslties ok l^iteraturs.

lies Zeus üs leltros zu nennen pflegte. Seme Nichte aber undseine Erbin hatte alle Gelehrsamkeit in Aversion genommen. Obschonsie mehrmals ersucht wurde, diese interessante Correspondenz heraus-geben zu lassen, obschon man ihr bedeutende Summen dafür anbot,so fand sie doch ein größeres Vergnügen darin, mit diesen Papiereneinige Tage durch ihr Zimmer zu heizen. — Auch Leonardo daVinci theilt dieses Schicksal. Als man seinen Nachkommen undErben ein bisher verloren geglaubtes Mannscript des großen Meisterszeigte, sagten sie mit verächtlicher Miene: „Wir haben solches Zeuggenug oben in der Bodenkammer, wenn es nicht etwa schon die Mäuseverzehrt haben."

Wie viel Schaden die Bibliotheken durch FeuerSbrünste erlittenhaben, würde schwer mit Genauigkeit anzugeben seyn. Das Abbrennender berühmten Cottonianischen Bibliothek vertilgte eine große Samm-lung anglo-sarischer Manuscripte, die, als einzig in ihrer Art, füralle Zukunft unersetzbar sind. MeninSky'S Dictionnär der persi-schen Sprache ging durch ein ähnliches Unglück beinahe ganz verloren.Während der Belagerung WienS durch die Türken siel eine Bombein das Zimmer, wo diese Bücher aufbewahrt waren, und vernichtetesie beinahe alle. Die wenigen Exemplare, die gerettet wurden, tragendurchaus die Spuren jenes Ereignisses. AntoniuS UrccuS, einGelehrter des fünfzehnten Jahrhunderts, hatte viele Jahre an einemgroßen Werke gearbeitet. Als eS schon nahe vollendet war, wurdedaS Manuscript von dem Feuer verzehrt. Er nahm sich dieses Un-glück so zu Herzen, daß er den Verstand darüber verlor, daß er seineVaterstadt, Forli, wo er sechzig Jahre gelebt hatte, verließ, undfortan, mehr einem Thier, als einem Bettler gleich, in den benach-barten Wäldern lebte, bis der Tod seinem traurigen Daseyn einEnde machte. —- Ben Jonson'S Schrift: „üxecrution on Vulcan/verdankt seine Entstehung einem ähnlichen Unfall. Eine einzige Stundehatte seine Manuscripte, die Frucht einer zwanzigjährigen Arbeit, ver-tilgt. Tragischer war daS Schicksal Newtons. Er ging eines Mor-gens, gegen Ende des Jahreö 1692, in die Kirche, und ließ seinenkleinen Hund Diamond allein in der Studierstube zurück. Bei seinerRückkunft fand er den Leuchter mit der brennenden Kerze auf seinemSchreibpulte umgestürzt und beinahe alle seine Schriften von derFlamme ergriffen. Als er sich von dem ersten Schrecken über seinenVerlust erholt hatte, soll er ausgerufen haben: „O Diamond, duweißt nicht, wie unglücklich du mich gemacht hast." Bald darauf