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Israeli, Ourlositles ok I>itsratars.
UM 12 Uhr zu Mittag, und statt um 9 Uhr Abends, ging er erstgegen Mitternacht zu Bette. Bayard, in seiner Geschichte, schreibtdieser gewaltsamen und unnatürlichen Aenderung der Lebensweise denfrühen Tod deü Königs zu. Unter Karl V. von Frankreich, dernahe 200 Jahre vor Franz I. lebte, speiste man bei Hofe um 10Uhr reS Morgens, suppirte um 7 Uhr Abends, und gegen 9 Uhrwar der ganze Hof schon zu Bette, selbst mitten im Sommer. UnterHeinrich IV. speiste man schon um 11 Uhr zu Mittag, eine Sitte,die noch in den ersten Regierungsjahren von Louis XlV. beibehaltenwurde. Die Bauern und gemeinen Arbeiter in Frankreich haben diealte Sitte beibehalten, indem sie eigentlich dreimal des TageS, um9 Uhr Morgens, um 3 Uhr Abends und dünn gegen Sonnenunter-gang ein Mahl zu sich nehmen. Wenn die Handwerker nicht jedenTag, selbst im Sommer, entweder dcö Morgens oder des Abends,zwei Stunden bei Kerzenlicht arbeiteten, so wurden sie allgemein fürfaul gehalten. — Kutschen waren im fünfzehnten und selbst in derMitte des sechzehnten Jahrhunderts noch ganz unbekannt. WennFürsten und Prinzen mit ihren Damen außer Hauö seyn mußten, soritten sie zu Pferde, wo dann gewöhnlich die Prinzessin hinter ihremVater oder Gemahl auf demselben Pferde, auf einem eigenen Reit-kissen saß. In London wurden die Kutschen zuerst durch MralsnLsrl ok Xrunüöl im Jahre 1580 eingeführt, und lange nachher sahman nie mehr als zwei Pferde vor einer solchen Kutsche. Erst derberühmte Liebling der Königin, Buckingham, ließ vier Pferde vorseine Kutsche spannen, zum nicht geringen Erstaunen aller EinwohnerLondons. Derselbe sybaritische Buckingham führte auch der erstedie Tragsessel oder Sänften ein. In Frankreich fuhr Katharinavon MediciS zuerst in einer Kutsche, die statt der GlaSfensterlederne Vorhänge hatte. Zur Zeit von Heinrich IV. waren diese Kutschennoch so selten, daß selbst der König für sich und seine ganze Familienur eine einzige hatte, wie wir aus einem seiner Briefe an Sullysehen, wo er ihm schreibt, daß er heut das Zimmer hüten müsse,weil er Arznei genommen habe, und nicht ausführen könne, indemdie Königin bereits die Kutsche für heute in Beschlag genommen hat.Selbst zu Louis XIV. Zeit pflegten nur die Damen in Kutschen zufahren, da die Herren, wenn sie zu Hofe oder zu ihren Freundengehen wollten, das Reiten vorzogen, auch das Fahren für eine Artvon Schande hielten, daher dasselbe nur den Damen oder Krankennachgesehen wurde. Im Jahre 1658 hatte man in Paris nur 310