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Zweiter Band.
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klsrsckol, lVatursl ?li!Iosopbx.

diese Leute als Müßiggänger desinirte, die über alles speculiren und ^nichts ausrichten. Ihre Speculationen haben beinahe immer eine prac-tische Anwendung, ja diese Anwendungen sind eS eben, durch welchesie, wie der Arithmetiken seine Rechnungen durch die Probe, die Rich-tigkeit ihrer Sätze beweisen. UebrigenS kann man denjenigen, die im-mer nur vom unmittelbaren Nutzen für ihre eigene Tasche sprechen,wohl verzeihen, da sie nicht wissen, was sie thun, und da sie jeneshöhere Gut nicht kennen, also auch nicht darnach verlangen. ES ge-hört dazu eine gewisse Erhebung deö Geistes, deren nur der Gebildete !fähig ist; ein feineres Gefühl, das nur durch wissenschaftliche Beschäf- ltigung erworben wird, und das daher allen jenen fremd bleiben muß, idie sich nie mit Wissenschaften beschäftiget haben. Ihnen kömmt eSläppisch vor, einen ernsten Mann mit Seifenblasen spielen zu sehen.Wenn sie wüßten, daß dieser Mann die Natur der periodischen Far-ben, diese wundervollen Erscheinungen, untersucht, so würden sie seinenEifer und seine Freude begreifen, wenn er ein Mittel findet, dieseBlasen etwas dauernder zu machen. Der Fall eines Apfels ist ihmeine höchst alltägliche und ganz gleichgültige Sache, während er einenNewton auf die Entdeckung der allgemeinen Gravitation der Him-melskörper führte. Die Lage und Gestalt eines Kiesels, den er unterseine Füße tritt, ist ein Gegenstand seiner Verachtung, während erden Geologen von dem Zustande unserer Erde zu einer Zeit unterrich- ^tet, die vielleicht Myriaden von Menschenaltern vor der Zeit Statt !

hatte, wo diese Erde von Menschen bewohnt werden konnte. Nicht '

so der wahre Forscher der Natur. Für ihn ist nichts klein, und allesseiner Achtung werth, und er findet, mit Shakspeare zu reden:

lonAuss in trees, Iioolrs in runninA bi'oolis, i

Lsi-innns in stones snä 6ocl in sverz? tllinA. l

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Zum Studium der Naturwissenschaften ist die Kenntniß der Ma- §

thematik, dieser trefflichen Disciplin des Geistes, allerdings nothwen- l

dig. Wenn auch nicht ihrer selbst, ihrer innern Vorzüglichkeit willen, l

wenn selbst nicht wegen ihrer künftigen Anwendung, so nützlich und so s

unentbehrlich sie auch da oft erscheint — schon der Bildung des Gei- j

stes willen sollte sie in allen niedern und höhern Schulen mit dem H

größten Eifer gelehrt und gelernet werden. Welche Bestimmtheit, <

welche Festigkeit in ihren Begriffen, welche Sicherheit in ihren Be-weisen, welche innere Klarheit in ihrer ganzen Darstcllungsweise! Woist eine Wissenschaft, die sich mit ihr vergleichen ließe? Wer das