Band 
Zweiter Band.
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Eigenthum unserer Schiffer, und wir vertrauen beides der hohen Seemit größerer Sicherheit, als wir die meisten Wagnisse auf dem festenLande unternehmen.

Einer der schönsten Beweise, waö die Kraft der mathematische«Analyse bei Untersuchungen der Natur vermag, ist wohl die Formel,die Fresnel, für die doppelte Brechung dcS Lichtes ausgestellthat. Sie zeigt, welchen großen Antheil bei unseren Experimen-ten, wenn sie recht geführt werden, der reine Verstand des Men-schen hat, und welches mächtige Instrument jene Analyse in einergeschickten Hand ist.

Nach der LicblingSmeinung der Alten ist nur die Natur derhimmlischen Körper unveränderlich und incorruptibel, während allesIrdische abnimmt und mit der Zeit zu Grunde geht, während alsoauch der Mensch selbst in seinem Charakter (goldene und eiserne Zeit),in seinen geistigen Fähigkeiten und in seiner körperlichen Stärke immertiefer sinkt; für unS aber, die wir einige Jahrtausende reicher sind anErfahrungen, scheint sich olles zu vereinigen, um diese Erde und waszu ihr gehört, wenigstens für eine sehr lange Zeit, als dauernd undbeständig zu zeigen. Die feinsten Rechnungen der Astronomen, aufBeobachtungen des grauesten Alterthums gegründet, haben unS gezeigt,daß wenigstens die große Kraft, die unser Sonnensystem regiert underhält, daß die allgemeine Gravitation noch immer dieselbe ist, da sieJahrtausende vor Chr. Geburt war. Die Größe des menschlichenKörpers hat nicht abgenommen, wie unö die alten Mumien der Egyp-tier zeigen, was auch unsere Dichter sagen mögen, und die geistigeKraft Newton'ö, Laplace'S oder Lagrange'S mag wohl mit derdeS Aristoteles oder Archimedeö ohne Scheu verglichen werdenkönnen, sowie die patriotischen Tugenden eines Franklin und Wa-shington den glänzendsten Beispielen der Vaterlandsliebe bei denAlten die Wage halten mögen. Auch vergeht und verschwindet nichts,was zu den Körpern der Natur gehört, und wo eS zu vergehen scheint,ist eS, wie genauere Ansicht lehrt, am Ende immer nur Wechsel derForm und der äußeren Gestalt. Die angezündete Wachskerze z. B. scheintallmälig ganz zu verschwinden, und höchstens etwas Asche zurücklassen,während sie unö Licht und Wärme, d. h. zwei Dinge spendet, diewir noch nicht als körperliche Wesen anzusehen gewohnt sind. Aberwenn wir genauer zusehen, so bemerken wir in dem unserm Auge un-sichtbaren Strome von erwärmter Luft, der von der stammenden Kerzeaufsteigt, den ganzen ponderablen Theil dieser Kerze in die Lust über-