klerscliel, Ireatise on ^stronom^.
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sung einer Linie aus der Erde betrifft, die einen Grad oder nahe 15deutsche Meilen beträgt, so läßt sich diese, wenn gleich nicht ohneeinige Geduld und Ausdauer, mit einem Maßstabe oder mit einerMeßkette ohne weitere Hindernisse ausführen. Aber wie soll manerfahren, daß die auf diese Weise gemessene Strecke genau einen Gradoder sonst irgend einen gegebenen Theil der ganzen Peripherie be-trage? Wie sollen wir überdieß noch zu Werke gehen, damit dieRichtung der gemessenen Linie genau mit der deö AequatorS oder mitder eines Meridians zusammenfällt, was nöthig ist, wenn wir zugleichauf die Abplattung der Erde Rücksicht nehmen wollen? — DieseFragen beantwortet der Verfasser auf eine in der That gemeinfaßlicheWeise, und besser, als sie bisher in ähnlichen Schriften beantwortetworden sind. Vorzüglich schön aber ist die Darstellung, mit welcherer seinen Lesern die eigentliche Ellipticität der Erde deutlich zu machensucht. Er wagt dabei den gefährlichen Versuch, selbst die Evolute derEllipse zu Hülfe zu nehmen, weiß aber durch seinen lichtvollen Bortragund durch die Beihülfe von sehr einfachen Zeichnungen sich als einerfahrener Pilot über alle Untiefen und durch alle Klippen meisterhaftdurchznhelfen.
Nicht minder gerathen muß die Darstellung der theoretischenGründe für die elliptische Gestalt der Erde genannt werden. Sowenig dieser Gegenstand geeignet scheint, allgemein verständlich vorge-tragen zu werden, so wußte ihm der Verfasser doch die schwache Seiteabzugewinnen. Zur Erklärung der Centnsugalkrast, wozu bisher im-mer die Schleuder gedient hat, braucht er viel angemessener einGesäß mit Wasser gefüllt, welches an einer senkrechten Schnur hängt,und um diese, als um eine Are, schnell gedreht wird. Wie die Dreh-ung schneller wird', steigt das Wasser am Rande des Gefäßes höher,und vertieft sich mehr und mehr in der Mitte. Ganz eben so dieErde, wenn wir sie a!S eine anfänglich noch weiche Masse, oderwenn wir sie als einen in ihrer ganzen Oberfläche mit Wasser be-deckten Körper annehmen. So wie sie sich um ihre Are dreht, ent-fernt sich daS Wasser von den beiden Enden der Axe, um den Ge-genden des AequatorS zuzufließen, und die Abplattung bildet sich i»den erstgenannten Gegenden, während sich in den letzten die weicheMasse von der Rotationöare zu erheben sucht. Woher kömmt aberdiese Erhebung des WasserS an dem Rande -deS Gesäßeö oder andem Aequator der Erde? — Die Eentrifugalkraft der letzter» ver-mindert bekanntlich die Schwere aller Körper am Aequator um ihrenLitlrown 19