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Zweiter Band.
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Sch übler, Einfluß des Mondes.

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. verfertigte Karte von Norddeutschland, zeigen wollen, daß bei denBestimmungen der Witterung durchaus an keine feste Regel zu denkensey, weil sich, oft selbst in einem kleineren Bezirke, alle Arten vonWitterungen zu gleicher Zeit einstnden. Allein es ist nicht nur mög-lich, sondern selbst sehr wahrscheinlich, daß in einzelnen Gegendenörtliche Ursachen oft viel mächtiger auf die Witterung einwirken, alsdieses der Einfluß des Mondes zu thun im Stande ist. Man kanndasselbe auch von den täglichen Variationen des Barometers in einzel-nen Gegenden sagen, die oft sehr viele Verschiedenheiten und Ano-malien zeigen, obgleich das Hauptgesetz dieser Variationen deutlichhervorgeht, sobald man nur eine größere Anzahl genau angestellterBeobachtungen zu vergleichen sich die Mühe nimmt. Auch bei derEbbe und Fluth dcS Meeres zeigen sich jene Anomalien, die lokalenUrsachen, Strömungen, Winden u. dgl. zugeschrieben werden müssen,während demungeachtet das Hauptgesetz, nach welchem die Ebbeund Fluth des Ozeans erfolgt, feststehend ist, da sich die mittlerenErscheinungen desselben durch' Berechnung mit Sicherheit vorauSbe-stimmen lassen. Jene Anomalien würden nur dann gegen eine regel-^ mäßige Einwirkung des Mondes sprechen, wenn sich in einer genau

l durchgeführten Berechnung mehrjähriger Beobachtungen durchaus keine

! Ordnung, kein Zusammenhang mit dem jedesmaligen Standpunkte des

> Mondes zeigte, was aber, nach dem Vorhergehenden, keineswegs der

, Fall ist. — Obschon übrigens Laplacc und Bouvard durch ge-

naue Rechnungen gezeigt haben, daß die Größe der durch den Mondverursachten atmosphärischen Fluthen nach den Gesetzen der Attraktionnur sehr gering seyn kann, so ist es doch sehr unwahrscheinlich, daß

> die Veränderungen unserer Atmosphäre, besonders die des Drucks

der Luft, bloß nach den Gesetzen der Attraktion erfolgen, da che-

- mische Prozesse über und unter der Oberfläche der Erde, Wärme,

' Elektricität u. dgl., einen sehr bedeutenden Einfluß aus jene Verände-

- rungen ausüben müssen, einen Einfluß, der sich bei dem gegenwärti-

t gen Zustande unserer Analyse nur schwer oder gar nicht der Rech-

! nung unterwerfen läßt. Für unsere Gegenden um Wien sind beson-

^ ders die Resultate merkwürdig, welche der bekannte Pilgram (Un-

. tersuchung über das Wahrscheinliche in der Wetterkunde. 2 Vo>. 1788)

j aus 25jährigen Beobachtungen abgeleitet hat. Der Verfasser deö

gegenwärtigen Werkes stellt sie mit jenen zusammen, die Toaldol (Oo Is inll. üegli sslci 1781.) mitgetheilt hat. Nach diesen beiden

Naturforschern änderte sich die Witterung bei 100 Beobachtungen:

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