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Zweiter Band.
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388 ' Cunningham, britlische Literatur.

nur um die Anatomie dieser anderen zu thun, und man muß es ge-stehen, er weiß sein Messer meisterhaft zu führen. In der Lebhaftig-keit seines Geistes sieht man ihn aber auch oft einen witzigen Einfallstatt einem tiefen Gedanken setzen, und selbst dort Scherz und Ironiebrauchen, wo er nur Ernst und Ucberlegung anwenden sollte. Diesendrei Männern gegenüber verschwinden alle die anderen, welche sich imFelde der Kritik beschäftigt haben (Sydney Smith, Mackintosh, Haz-litt, Babington Macaulay, Wilson Croker, Robert Southey, Lockhartu..a.), obschon manche von ihnen, von scner Gesellschaft isolirt, als sehrausgezeichnete Männer erscheinen würden. Mackintosh ist der VerfasserdeS trefflichen Rückblicks auf die englische Literatur. Macaulay wareiner der vorzüglichsten Mitarbeiter an dem Lüinb. Uevierv; so wieder sarkastische Croker an dem O.uartvrl^ Uevierv, und Lockhart warder eigentliche Nachfolger von Gifford, als diesen daö Alter und dasSinken seiner Kraft von dem hohen kritischen Dreifuß trieb, und seit-dem hat das tzusrterls lievisev auch eine mildere humanere Gestaltangenommen. Nebst diesen beiden Zeitschriften, den ersten, die Eng-land hervorgebracht hat, muß auch noch als besonders ausgezeichneterwähnt werden: das VVostminster Ilevisv und des Llselervooü's Uu-Zgrins, welches letzte John Wilson lange Zeit mit großem Ruhme redi-girte; ferner der ^tlss, der Lpectator, der kxsiuinsr und der Leotsmsn.Auch kann man Bulwer'S „llnzlsnü snä tke LnZIisk" und Jame-son'S „tlis kemale clmrscters ok Sliskespeare" hieher zählen, welchebeide Werke als Meisterstücke der literarischen Kritik zu betrachten sind.

Und was haben alle die Männer, die wir bisher aufgezählt, ausge-richtet? Welchen Einfluß, welchen Nutzen haben alle die geistigenVorzüge, mit welchen sie ausgeschmückt waren, auf das Volk und aufsie selbst gehabt? — Die Antwort aus diese Frage macht den Be°- schluß des gegenwärtigen Werks. Es sey unS erlaubt, sie mit denWorten deS Verfassers hier anzufügen. — „Welchen Einfluß, fragtman? — DaS ist mit einem Worte entschieden: keinen. DerHerausgeber einer Zeitung hat unendlich mehr Einfluß auf daSPublikum und unendlich mehr Nutzen für sich selbst, als zehn epi-sche oder lyrische oder dramatische Dichter, sa als alle Bardender alten *und der neuen Zeit zusammengenommen. Sehen wirnur einmal zu, wie es Liesen armen Poeten in unserm England ge-gangen ist, in diesem Lande, auf daö man noch immer so gern alsauf ein Muster hinzeigt, wenn einmal wieder von dem Schutz undder Unterstützung die Rede ist, deren sich die schöne Literatur zu er-