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Zweiter Band.
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Xcaäemie äs 8r. Kstersbourz.

noch viel mehr, die in ihrer Jugend nicht einmal eine Universität be-sucht haben, und die doch als Leuchten der Wissenschaft, als Lehrerihres Volks, mit ewigem Ruhme bekränzt, noch setzt der Gegenstandallgemeiner Verehrung sind. Allein dieß sind einzeln stehende, vonder Natur hochbegabte, von den Verhältnissen vorzüglich begünstigteMänner, von denen nur selten, selbst in vielen Jahrhunderten oft nurEiner erscheint; die einem Meteor gleich die tiefe Nacht um sie er-leuchten und verschwinden, unv die daher auch nur wieder diese fin-stere Nacht der Barbarei hinter sich zurücklassen würden, wenn dieandern nicht besorgt wären, durch die Nothbehelse ihrer sogenanntenwissenschaftlichen Unterrichtsanstalten wenigstens eine Art von Dämme-rung unter sich zu erhalten.

Ueberhaupt ist das Große und Dauernde, auf das wir im Reicheder Wissenschaften unsern Stolz gründen, von dem Einzelnen wohlangeregt, begonnen, aber selten oder nie auch ausgeführt und zu Endegebracht worden. In der RegierungS-, in der Feldherrnkunst mag dießanders seyn: hier überragt der Einzelne, obschon auch er der Mit-wirkung der andern nicht entbehren kann, oft sein ganzes Volk. Da-für hat man auch diese Künste, wie schon ihr Name sagt, nicht zuder eigentlichen Wissenschaft gezählt,, so wenig, als die im engstenSinne des Worts sogenannten schönen Künste, wo der Dichter oderder Maler immerhin allein stehen, und nach Gutdünken die Schöpfungseines Genius aus sich hervorströmen lassen mag. Aber auf dem Feldeder Wissenschaft hat diese Isolation deS Einzelnen, und mit ihr dieseUngebundenbeit deS Genies schon längst ihr Ansehen verloren. Inder Wissenschaft gilt nur Talent und Fleiß, und da der Einzelnedem gewaltigen Ganzen, daS ihm von außen gegeben ist, nicht genü-gen kann, gemeinschaftliches Zusammenthun und gesellige Ver-einigung zu Einem Zwecke, und dieß ist es, was wir mit einem Wortedurch Akademie der Wissenschaft bezeichnen.

Die größte und glänzendste wissenschaftliche Entdeckung, die segemacht worden ist, die der allgemeinen Gravitation, ist sie, so wiesie setzt in ihrer ganzen Herrlichkeit vor uns liegt, ist sie in der Thatdie Entdeckung deS einzigen großen Mannes, nach dem sie gewöhnlichgenannt zu werden pflegt? — Wie viel fehlt daran, obgleich demLetzter» die Ehre, dem Ganzen die Krone aufgesetzt zu haben, unbe-stritten bleiben muß. — Schon mehr als zwei Jahrtausende vor New-ton sprachen die ausgezeichnetsten Männer des Alterthums, Aristarch,Philolauö, Pythagoraö «. a>, ihre Vorahnung dieser Entdeckung