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Zweiter Band.
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ihre Anzahl ist nicht eben sehr klein, die für Ehren und Würden undAuszeichnungen aller Art oft nur gar zu empfänglich sind, die aberdoch dabei mit Einem Auge immer nach dem pekuniären Nutzenschielen, der aus diesen Ehrenstellen für ihre Küche oder ihren Kellernoch erwachsen könnte.

Nun auch diese sollen befriedigt werden, und damit sie sich nichtmit unserer Ansicht, die vielleicht parteiisch erscheinen könnte, be-gnügen müssen, so wollen wir einen andern für uns reden lassen,und zwar einen Mann, der selbst eines der ausgezeichnetsten Mit-glieder jener Akademie, und zugleich seiner Geburt und Erziehungnach ein Deutscher gewesen ist. Cuvier beschließt die bereits obenerwähnte Rede, die er im Jahr 1816 nach der Rückkehr deS altenKönigostammeS in der Akademie der Wissenschaften zu Pariö gehaltenhatte, mit folgenden Worten: „Auch können wir uns, außer dengeistigen Vorzügen, die uns die Achtung der andern Nationenerworben haben, noch auf die wahrhaft ungeheuren Summenberufen, welche Frankreich durch die Folgen der wissenschaftlichen Un-ternehmungen, die in dem Schooße dieser Akademie empfangen undausgebildet wurden, gewonnen hat. Denn schon allein durch diegroßen Fortschritte, welche die Chemie in den letzten Zeiten gemachthat, sind für Frankreich Summen erworben worden, die sich nurnach Hunderten von Millionen berechnen lassen. Die drückendenLasten und Entbehrungen, welche unter Napoleon die unselige Konti-nentalsperre unserm Vaterlande auferlegte, sind bloß durch unsereeifrige und glückliche Kultur der Naturwissenschaften mehr als ersetztworden. Und wie hätte dieses arme Vaterland die Gräuel der Re-volution, die völlige Auflösung aller geselligen Bande und die ver-heerenden fünf und zwanzigjährigen Kriege unter der Republik unddem Kaiserreiche ertragen, wie hätte es sich von dem schmählichstenUntergänge retten können, wenn sich nicht in derselben verhängniß-vollen Zeit unsere Industrie, die ihre ersten Wurzeln in dieser Aka-demie geschlagen hat, so wunderbar gehoben hätte? Wem anders, alödieser Industrie, und ihrer Mutter, der Akademie, verdanken wir,daß Frankreich aus jener Unglücköperiode errettet werden konnte, unddaß eS nun reicher und blühender dasteht, als je zuvor? Während

') Cuvier ward 1768 zu Mömpelgard (franz. Uontbellinrä), einer wür-tembcrgischen Grafschaft, geboren, die nach der Revolution mit Frankreichvereinigt wurde. Seine Studien vollendete er in Stuttgart und Tübingen,