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Zweiter Band.
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Lrus en Stern, instruclion publigus.

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schlugen ihm dazu Lcibnitz als den Mann vor, der seines ganzenVertrauens im höchsten Grade würdig sey. Der Zaar beschäftigtesich lange Zeit mit Lcibnitz zur Auffassung dieses Planes, und am28. Januar 1724 unterzeichnete er endlich die Statuten seiner neuenAkademie. Es ist bekannt, daß Lcibnitz auch der Urheber der BerlinerAkademie ist, und daß er sich, obschon von dem großen Eugen un-terstützt, lange vergebens abmühte, ein ähnliches Institut auch inWien zu errichten. Die beiden großen Männer erkannten die Wich-tigkeit dieser Anstalten, aber sie und ihre Vorschläge wurden von denandern nicht gewürdigt. Die neue Petersburger Akademie bestandanfangs nur aus wenigen Mitgliedern, und der erste Auftrag, den siezu erfüllen hatten, war die Abfassung eines Lehrbuchs für sede Wissen-schaft, um dasselbe in den Schulen des Reiches zu gebrauchen. DieAbsichten des Kaisers wurden vorzüglich durch einen Privatmann ge-fördert, durch Ernst Gluck aus Magdeburg, der in Moskau alsGefangener lebte. Er hatte in kurzer Zeit die alt- und neurussischeSprache sich zu eigen gemacht, übersetzte mehrere nützliche Schriftendes AuSlandeS in's Russische, und gab in dem Hause der Narischkinmehreren sungen Leuten von Adel Unterricht. Als Peter davon hörte,gab er ihm nebst seiner Freiheit einen ansehnlichen Gehalt mit demAuftrage, in Moskau eine Schule in größerem Style zu errichten,und dem Gelehrtenvereine vorzustehen, der in derselben Stadt für dieUebersctzung der Werke von Vauban, Blondel, Arcnd, EomeniuS, vonHübner'S Geographie, Puffcnkorf's Geschichte u. f. niedergesetzt wurde.— Peter mußte indeß auch bei diesen Neuerungen manchen hartenKampf bestehen, und selbst strenge Mittel anwenden, um die Aelternzu bewegen, ihre Kinder zur Schule zu schicken. Durch ein eigenesGesetz verlor der Adel das Recht, seine liegenden Güter auf seineKinder zu vererben, wenn die letzten nicht schreiben und lesen gelernthatten, und die Geistlichen erhielten keine Pfründe, wenn sie nicht dievorgeschriebenen Prüfungen gut bestanden hatten; die übrigen Städte-bewohner endlich mußten Geldbuße erlegen, wenn ihre Kinder nichtzur Schule geschickt wurden.

Der von dem großen Monarchen eingeschlagene Ton hallte nochlange unter seinen Thronfolgern nach. Unter der Kaiserin Annakonnte kein Soldat und kein Unteroffizier in seinem Range vorrücken,wenn er nicht zu schreiben verstand. Die Kinder der Geistlichen, diesonst militärpflichtig waren, wurden von diesem Stande befreit, wennsie die Schulen besuchten. Die Kaiserin Elisabeth belegte alle Ael-