Quetelet, über den Menschen.
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der Theorie vom Falle der Körper im freien Raume auf den Fallderselben im widerstehenden Mittel anwenden kann. S. 302 gibt derVerfasser mehrere solche Berechnungen nach Dupin und Rau, nndzeigt deren gänzliche Unhaltbarkeit.
Wenn ein Land, vermöge seiner zunehmenden Civilisation, einenneuen günstigen Anstoß erhält, so wird seine Bevölkerung anfangs inrein geometrischer Proportion wachsen; aber diese Schnelligkeit deSWachsthums wird, in Folge eingetretener Hemmungen, bald nachlassen,und in einem allmählich eintretenden Beharrungszustand übergehen.Ganz eben so verhält eS sich mit der Abnahme einer Bevölkerung, nurdaß hier die Bewegung derselben eine umgekehrte Richtung hat, odernegativ ist. Die Analyse liefert uns Formeln, welche diese verschie-denen Zustände sehr gut ausdrücken. Der Verfasser verspricht hierund an mehreren anderen Orten seines Werkes, auf die eigentlichmathematische Theorie dieser Gegenstände später zurück zu kommen.Wir wünschen sehr, daß dies Versprechen bald in Erfüllung gehen möge.
Eine in geometrischer Proportion zunehmende Bevölkerung einesLandes ist sehr selten. DaS letzte Beispiel dieser Art gab uns Eng-land. Im Anfange deS achtzehnten Jahrhunderts stand seine Bevöl-kerung still nahe bis 1750, wo sie in einer arithmetischen Progressionzu wachsen anfing. Gegen Ende dieses Jahrhunderts erhielt sie einenneuen, noch kräftigeren Anstoß, und seitdem, bis auf unsere Tage,wächst sie in einer geometrischen Progression. Die Ursache dieserErscheinung liegt in den großen Fortschritten der Industrie und inder Einführung der vielen Maschinen, deren Erzeugnisse eine Bevöl-kerung repräsentirten, die England noch lange nicht besitzt.
Ein anderes, noch merkwürdigeres Beispiel geben uns die ver-einigten Staaten, in welchen sich bald nach ihrer Freiwerdung dieBevölkerung mit einer erstaunenSwürdigen, im alten Europa ganzunbekannten Schnelligkeit entwickelte. Aber schon beobachtet man diearithmetische Progression, die seit mehreren Jahren an die Stelle derfrüheren geometrischen getreten ist. Der Verfasser gibt übrigens fürbeide Beispiele die umständlichen Angaben in Zahlen.
Unsere Bevölkerungstafeln sind entweder auü wirklichenVolkszählungen entstanden, oder aus den Mortalitätstafeln abgeleitet.Die ersten verdienen den Vorzug, wenn anders die Zählung verläß-lich ist. Die zweiten sind nur dann richtig, wenn die Bevölkerungeines Landes im Beharrungszustand ist. Auf diese Weise fand Q.aus der oben mitgetheilten Mvrtalitätstafel für Belgien, wenn man