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Zweiter Band.
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Quetelet, über den Menschen.

in den Altersjahren

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und i'n Belgien, so wie auch im Großherzogthume Baden, fand ersehr nahe ganz dieselben Zahlen für jedeö einzelne Jahr. Auch dieGeschlcchtSverhältnisse in diesen drei Ländern sind überall nahe diesel-ben. Diese Erscheinungen deö sittlichen Lebens zeigen in ihrer perio-dischen Wiederkehr eine viel größere Regelmäßigkeit, als selbst vielePhänomene der Körperwelt. WaS ist aber aus allen diesen wunder-baren Uebereinstimmungen zu folgern? — Nichts anderes, als daßdie Wirkung dauert, so lange die Ursache nicht aufhört, und daß manauch dann noch alles unter dem Gesetze einer allwaltenden Vorsichterblickt, wenn man die Erscheinungen der gesellschaftlichen Welt imGroßen betrachtet, wo, nahe wie in den Phänomenen der Körperwelt,die inneren Wirkungen und Gegenwirkungen deö Systems doch dengleichförmigen Gang des Schwerpunktes desselben nicht stören. Diegeringen Umänderungen, die man in diesen Zahlen von einem Jahrezum anderen, von einem Volke zum anderen noch findet, scheint nichtsowohl auf Rechnung des Individuums, so weit dasselbe noch in derThat wirksam ist, alö vielmehr auf die Einwirkung derjenigen Ver-änderungen zu kommen, welche die Gesellschaft nach und nach durchdie Reform ihrer Einrichtungen erleidet, Aenderungen, die glücklicherWeise gewöhnlich nur sehr langsam vor sich gehen. Konnte der ge-sellschaftliche Organismus häufig plötzliche Pcrturbationen erfahren,und würde der Einfluß deö Einzelnen so groß seyn, alö manche unsso gern glauben machen wollen, so wurden alle unsere auf die Ver-gangenheit sich stützenden Kenntnisse jeden Augenblick Lügen gestraftwerden, und es würde ganz unnütz seyn, die Erfahrungen der Ge-schichte zu Rathe ziehen zu wollen. Diese Erfahrung zeigt uns aber,daß man Jahr für Jahr nahe auf dieselbe Wiederkehr der Erscheinun-gen zählen kann, und daß die Veränderungen, die wir allenfalls be-merken, sich auf dieses Moment ganz eben so, wie Seuchen und Theue-rungen auf die Sterblichkeit deö Volkes verhalten. Wenn die Cho-lera oder ein anderer Unfall die Operationen unserer Lebensversiche-rungen stört, wird man deßwegen diese Institutionen verwerfen? Je- !deö Land hat seine physischen und moralischen Kalamitäten, und jedes