Band 
Dritter Band.
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SNlter'S Geschichte der Philosophie.

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Ausbildung und dergleichen. Zuerst sucht er die heillose Frage zubeantworten, ob die Welt von Ewigkeit sey oder einen Anfang desWerdens gehabt habe? Er entschließt sich für das Letztere. DasGanze ist mehr eine Art vou Poesie, alö wahrhafte Philosophie zunennen, da dadurch über den Gegenstand der Frage zwar sehr vielgesprochen, aber nichts entschieden wird. Die Meinung anderer, daßdie Welt unendlich sey, verwirft er nicht nur, sondern behandelt siesogar mit Verachtung. Dagegen scheint es ihm sehr einer genauenUntersuchung werth, ob man eine bestimmte Zahl von Welten anzu-nehmen habe. Seine Untersuchung führt ihn endlich darauf, daß eSnur eine einzige Welt gebe. Denn, heißt eS, die Welt sollte einemvollkommenen Vorbilde ähnlich gebildet werden, welches nicht miteinem anderen zusammen bestehen kann, baS minder vollkommen ist.Auü derselben Ursache darf die Welt auch keiner Krankheit und keinemAlter unterworfen, oder sie muß unauflöslich sey», außer etwa fürden, welcher sie zusammen gebunden hat. Um ferner alle lebendeWesen in sich zu enthalten, mußte die Welt auch alle möglichenFiguren in sich haben, d. h. sie muß kugelförmig gebaut seyn (?),und überall glatt, was die geschlossene Einheit der Welt bezeichnensoll. Auch der Bewegung mußte sie theilhaftig seyn, und zwar dervollkommensten aus allen, daö heißt, der Kreisbewegung, welche gleich-förmig und in sich selbst vor sich geht, gleich der Bewegung derVernunft (?), welche auch durch die Vernunft selbst hervorgebrachtwird, und in ihr und in sich selbst zurückkehrend geschieht. Und ausdiese Weise geht es kort durch die ganze sogenannte Physik Plato'S, diedaher mit dem, was in unseren Zeiten so genannt wird, weiter keineÄhnlichkeit mehr hat. Wir begnügen uns hier, die Beweise kurzanzuführen, welche Plato in seinem Phädon für die Unsterblichkeitder Seele gibt. 1. Da die Seele vortrefflicher ist, als der Körper,so muß sie auch dauerhafter seyn. 2. Sie gehört, als ein Unsicht-bares, zu dem Ewigen. 3. Die Seele muß als ein für sich beste-hendes Wesen/ als eine Substanz und als das Bewegende in derWelt gedacht werden. Daraus soll folgen, daß immer eine gleicheAnzahl der Seelen bestehen müsse, und daß daher das Unsterblichenicht werden, und also auch nicht vergehen könne. 4. Da sich dieSeele der Ideen wieder erinnert, und diese nicht aus dem gegen-wärtigen Leben kommen, so muß sie vor diesem Leben ein früheresgehabt haben, woraus folgt, daß ihr Seyn nicht an ihre Verbindungmit dem Körper gebunden ist. Die Seele hat also gleichsam rück-