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Volkmann, Gesichtssinn.
ihrer Entwicklung näher gebracht, ober ob er den schwer zu verfolgen-den Faden vielleicht noch mehr verwickelt habe. Wir glauben nicht,daß er daö Letzte zu besorgen habe, wir wünschen vielmehr, daß jeder,dem eü um wahre Verbesserung unserer Ansichten der natürlichen Er-scheinungen, welcher Art sie auch seyn mögen, zu thun ist, seine eige-nen Ansichten offen und redlich mittheilen, und sich dabei so wenig alsmöglich darum bekümmern möge, ob diese Ansichten, nicht etwa mitder Wahrheit, die wir ja eben dadurch erst kennen lernen wollen, son-dern mit den darüber früher aufgestellten theoretischen Ansichten über-einstimmen oder nicht. Denn nur auf diesem Wege, nicht aber durchgefälliges Nachgeben und Rücksichtnehmcn auf fremde Autoritäten, dür-fen wir hoffen, der Wahrheit und der Erkenntniß der Natur selbstnäher zu kommen.
Der Verfasser geht im ersten Kapitel von den bekannten Ent-deckungen Ehrenberg'ü aus, daß die Hirnfasern abwechselnd an-schwellen und sich wieder verdünnen, und daß die specifischen Nervender Sinnesorgane, wie z. B. die Netzhaut im Auge, auch aus solchenFasern bestehen, während die Fasern aller übrigen Nerven ohne alleAnschwellungen durchaus gleichförmig fortlaufen. Der Verfasser fanddasselbe bei allen Wirbelthiercn, aber er konnte sich nicht durch Autopsieüberzeugen, daß diese Fasern zugleich hohle Röhren sind, wie Ehren-de rg behauptet. Die dichte Schicht von Kügelchcn, die zwischen derNetzhaut und dem Glaskörper des Auges liegen, und die man bisherals Nervenkügelchen angesehen hat, sollen, nach Ehrenberg, durchausnicht zum Nervengebilde gehören, sondern bloße abgesonderte Blutkü-gelchen seyn.
Unserm Verfasser scheinen jene Fasern in einer Substanz zu lie-gen, die anS solchen Kiigelchen von verschiedener Größe besteht, daherer dieselben als die Grundlage der Hirn- und RückgratSmasse betrach-tet. Er will zwei Gattungen dieser Kiigelchen gesehen haben, vondenen die einen im Innern hohl, die andern aber solid sind. Vonbeiden ist die Größe ungemein verschieden. Zur besseren Verdeutlichunggibt er Fig. 1 und 2 zwei Abbildungen, die erste von dem Sehner-ven der Hausmaus, wo man jene Anschwellungen der Nervenfasernund die zwischen den Nervenfasern liegenden Kügelchcn sieht, währenddie zweite, von den Wadennerven desselben ThwreS, weder Anschwel-lungen, noch Kügelchcn zeigt. Diese letzten lassen sich ihrer ganzenLänge nach in mehrere andere zerreißen oder spalten, während beijenen diese Spaltung nie gelingt. Die mit Anschwellungen versehenen i
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