Volkmann, Gesichtssinn.
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Fasern fand der Verfasser in der Netzhaut sehr vieler Thiere ganzdeutlich, während er sie auch wieder bei manchen, wie z. B, bei allenFischen nicht sehen konnte, wegen der zu großen Weichheit deö Organs,wie er glaubt, da das Ganze mehr einer schleimigen Gallerte ähnlichwar, die sich durch die feinsten Instrumente nicht wohl in seine ein-zelnen Bestandtheile absondern ließ. Die oben erwähnte Schicht vonKiigelchen zwischen der Netzhaut und dem Glaskörper läßt der Vers.aus dem S. 9 angeführten Grunde nicht für Blutkügelchen gelten,für die sie Ehrenberg ansah. Krause behauptete, die Nervenfasernbestehen aus Kiigelchen, die durch eine schleimige Materie verbunden,solide Cylinder von nahe gleicher Dicke darstellen, und daß die bis-her von den Physiologen bemerkten Anschwellungen nur eine Folge deranatomischen Behandlung sind, nämlich deö ZerreißenS dieser Fädenoder des Drucks, den sie zwischen den Glasplatten unter dem Mi-kroskope erleiden u. s. f., wogegen sich unser Verfasser mit Ehren-berg auf das Bestimmteste ausspricht, indem er vielmehr diese An-schwellungen als jenen Nervenfasern eigenthümlich und charakteristischerklärt.
Im zweiten Kapitel sucht der Verfasser die Frage zu entscheiden,ob unsere Sinneöeindrücke von dem äußern Objekte oder von deminnern Sinnesorgan, oder von beiden zugleich herkommen. Da Pro-bleme dieser Art wohl nie gelöst werden können, so wollen wir sie hierganz übergehen, und bemerken bloß, daß der Vers. die dritte Voraus-setzung als die wahrscheinlichste annimmt. Eben so wenig wird sichwohl erklären lassen, warum wir die Dinge, die wir sehen, für Dingean sich, für wahre Dinge außer uns halten, da wir doch eigentlichnur ihr Bild auf der Netzhaut empfinden, eine Frage, mit welcher sichdaS dritte Kapitel beschäftigt.
Die Stelle, welche das Bild der äußeren Gegenstände im Augeeinnimmt, wird von den Physikern sehr verschieden angegeben. DieseAngaben werden S. 24 angeführt. Da keine Vereinigung derselbenmöglich war, so entschloß sich der Verfasser, eigene Versuche darüberanzustellen. Im Mittel aus allen diesen Experimenten findet er denOrt des BildeS nahe '/« Zol? hinter der Linse bei dem menschlichenAuge, doch begnügt er sich mit dem Endresultate, daß dieses Bild nurüberhaupt hinter der Linse liege.
Um diesen Punkt deS BildeS sollen sich nun, nach weiteren,Seite 35 angeführten Versuchen, die Augen in ihren Höhlen drehen,