Volkmann, Gesichtssinn.
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nehm auf die nun endlich, glücklicher Weise, im Herrn entschlafeneNaturphilosophie erinnert.
Auch die Frage, ob daS Auge ein besonderes Vermögen besitze,sich nach der Entfernung der Objekte einzurichten, ist noch, wie soviele andere über das Sehen, unentschieden. Der Verfasser nimmt einsolches Vermögen an, indem er behauptet, daß die Krystalllinse einbrechendes Medium sey, welches sämmtliche Lichtstrahlen von entfern-ten und nahen Objekten in einem einzigen Brennpunkte vereinige.Damit werden im folgenden Kapitel XIII. die Erweiterungen der Pu-pille in Verbindung gebracht, sofern dieselben auf die Accomodationdes AugeS für nahe und ferne Gegenstände Einfluß haben können.Der 'Verfasser läugnet diesen Einfluß, so wie auch (Kapitel XVI)denjenigen, welchen die Iris bei diesem Geschäfte ausüben soll. Esist für das Verfahren des Verfassers bezeichnend, auf welche Weise ereine Behauptung des Treviranuö, die seinem letzten Satze entgegen-steht, und die er nicht wohl widerlegen kann, zurückweißt, ein Ver-fahren, das in diesem sonst trefflichen Werke öfter vorkömmt, in wel-chem überhaupt ruhige Beobachtungen und hypothetische Ansichten sehroft auf eine sonderbare Weise gepaart erscheinen. „Ich halte," sagteer, „diese Schwierigkeit nicht für so groß, daß sie meine obige Be-hauptung widerlegen könnte. Man kann nämlich die Pupillenbewe-gungen mit jenen Thätigkeiten in Parallele stehen, die im weiter»Sinne des Worts Instinkte heißen, und die sich dadurch auszeichnen,daß gewisse organische Prozesse zur Erreichung eines, in der Thatnur idealen Zweckes eingeleitet werden. So sammelt sich im Mundedes Hungrigen, bei dem bloßen Gedanken anS Essen, Speichel undMagensaft, und Galle ergießt sich in die ersten Wege, auch wennStosse genossen werden, die aller Verdauung widerstreben.* Auf ähn-liche Weise könnte ja auch ein Richten der Augen nach Innen mitVerengerung der Pupille verbunden seyn, im Allgemeinen aus zweck-mäßiger Vorsorge der Natur, das Auge vor zu heftigem Lichtreiz zuschützen, im einzelnen Falle aber aus Consequenz, die den ursprüng-lichen Zweck verfehlte." — Eine allerdings sehr sinnreiche Bemerkung,die aber leicht irre führen, und zu oft angewandt, eigentlich zu garkeinem positiven Resultate führen kann.
Das beste Mittel, zu erfahren, wie weit Man mit seinen Augengut sehen kann, eine Erfahrung, die z. B. die Brillenverkäufer sehrnöthig haben, ist, nach unserm Verfasser, die Betrachtung einer wohl-gedruckten Schrift unter verschiedenen Entfernungen. Tauber in