Band 
Dritter Band.
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Lreviranus, organisches Leben.

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Bei dem kurzen, uns gegebenen Raume ist eö unmöglich, demreichen Werke Schritt für Schritt zu folgen; wir beschränken uns da-her nur auf einige Andeutungen über die Eß- und Verdauungswerk-zeuge der Thiere. — Bei allen Körpertheilen des Thieres wird derStoff zur Erhaltung derselben aus dem Blute genommen, das Blutaber schöpft seine eigene Erhaltung aus dem Nahrungostoffe, den dasThier zu sich nimmt. Diese Stoffe werden entweder durch Saugenoder durch Verschlingen aufgenommen. Durch Saugen nähren sichkeine Wirbclthiere, und die Säugtbicre bloß kurze Zeit nach ihrerGeburt. Zu den saugenden Thieren gehören die Eingeweidewürmer,die Blutegel, Spinnen, die milbenartigen Insekten, die Gattungen?süiculu8 und ?uwx u. s. Die Saugstacheln haben oft neben sicheigene stechende und bohrende Werkzeuge, wie bei den Milben. DaSAufsteigen der Flüssigkeit in diesen Stacheln oder Rüsseln geschieht beivielen durch die Capillarkraft der engen Röhre, bei den meisten aberdurch die Entfernung der Lust aus dieser Röhre. Die verschlingen-den Thiere haben zum Zermalmen ihrer Speise entweder Kinnladenmit gezähnten Rändern, oder wirkliche Zähne, oder endlich auch bloßeinen Magen mit schwieligen Wänden, der die Speisen zerreibt. Man-chen fehlen alle diese Mittel, und dann müssen bloße chemische Kräfteim Magen selbst nachhelfen. Bei den Lampretten und Rochen ist dieganze Mundhöhle mit Zähnen wie gepflastert. Beim Hummer undbei den Krebsen ist das, was man gewöhnlich den Magen nennt,eigentlich die Mundhöhle, und enthält drei Arten von Zähnen. DieSeeschildkröte» haben eine, ihrer ganzen Länge nach mit hornartigenStacheln besetzte Speiseröhre, die das Genossene zertheilt, und, dadie Spitzen der Stacheln nach hinten gerichtet sind, zugleich den Rück-gang der Speisen verhindert. Bei dem (lsrsbus ist die Lippe selbstmit Zähnen besetzt. In dem Magen der Seefische wirken die Conchy-lien, die sie verschlucken, wie die Steine bei den Vögeln, durch ihre Rei-bung zur Verdauung. Bei einigen Thieren ist sogar die innere Wanddes Magens mit Zähnen versehen. - Die Schabe (Llntta orientslis)hat sechs Magenzähne, deren jeder eine andere Gestalt hat. Es gibtendlich auch Thiere ohne Magen, die daher gleichsam durch ihre Ober-fläche die Nahrung an sich ziehen. Die Leroe und mehrere andereAcalephen haben die untere Seite ihres Körpers ausgehöhlt, sie um-schließen mit dieser Höhlung die Thiere, welche ihnen zum Raube wer-den, und verdauen so ihre Beute. — Die Bewegungen des Schlun-deS bestehen in einem Wechsel von Zusammenziehung und Ausdehnung,

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