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Dritter Band.
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Lreviranus, organisches Leben.

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die diese Oberfläche berührenden Körper auch leuchten. Die phos-phorescirenden Pyrosomen und Salpen sind die vorzüglichste Ursachedes Leuchtend deö Meerwassers, wozu aber auch todte Fische und an-dere leblose, organische Substanzen beitragen können. Unter gewissen,noch nicht näher bestimmten Umständen scheint auch der gemeine Erd-regenwnrm, die Maulwurfsgrillen OrvIIotslps) und die Mücke

(Lulex pipisns) ein Licht ausströmen zu lassen. Bei den meistenleuchtenden Thieren kommt das Licht von ihrer Oberfläche, bei einigenaber auch aus inneren Theilen, besonders aus dem sogenannten Fett-körper derselben. Daß die Johanniskäfer eigene Säcke haben, welchedie leuchtende Materie enthalten, ist irrig. Bei den Lampridensind es die Bauchringe, die leuchten, und selbst ihre Eier leuch-ten, obschon im minderen Grade. Bei den Wirbelthieren hat mandieses Leuchten nicht beobachtet, ausgenommen bei den Augen einigerdesselben. Die leuchtenden Augen der Hunde, Katzen, Schafe u. f.haben einige Naturforscher als Folge der Reflexion des äußeren Lichtesvon der glänzenden Tapete des Auges angesehen. Allein Rengger'SBeobachtungen lassen diese Erklärung nicht zu. Er bemerkte bei einemamerikanischen Nachtaffen so stark leuchtende Augen, daß man in ganzdunkler Nacht in der Entfernung von anderthalb Fuß von den Augendeö Thiers die Gegenstände noch unterscheiden konnte. Nach seinenErfahrungen leuchteten die Augen dieser Thiere nicht mehr, wenn manden Sehnerven durchschnitt oder auch nur verletzte, während Verletzungender Hornhaut und der Iris keinen Einfluß auf das Leuchten hatten.Ferner wird dieses Leuchten immer stärker, wenn daö Thier, durchirgend einen Trieb oder eine Leidenschaft, heftig aufgeregt wird. Eöscheint also diese Lichtentwickelung im Hintergründe des AugcS dieserThiere vor sich zu gehen, und mit dem Nervensysteme innig zusam-men zu hängen.

Andere Lichterscheinungen bei den Wirbelthieren gehen immer nurvon Auswurfsstoffen aus. ' So sah man schon beim Menschen denSchweiß und den Urin leuchten. Wahrscheinlich liegt allen diesen Er-scheinungen auch der früher erwähnte Phosphor zu Grunde, der be-kanntlich im Urin so häufig angetroffen wird. Auch nimmt diesesLeuchten durch die Einwirkung der Electricität und des GalvaniSmuSzu. In dem faulen Holze und den Leichen einiger Fische entwickeltsich nach ihrem Tode wahrscheinlich auch eine phosphorische Materie,und wenn dieser Phosphor in kranken Körpern als phosphorhaltigesWafferstoffgaS entbunden werden kann, so lassen sich daraus auch die