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Dritter Band.
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TreviranuS, organisches Leben.

ception mittheilt, ist hier keiner nähern Anzeige fähig, verdient aberim hohen Grade in dem Werke selbst nachgesehen zu werden. Hiermag eS genügen, nur einiges aus der letzten Abtheilung dieses Buchesvon der Einwirkung der Zeugenden auf daS Erzeugte, nach der Ge-burt der letzter», kurz mitzutheilen.

Die Jungen aller kaltblütigen Thiere sind bekanntlich, so baldsie die Eierschale verlassen, schon im Stande, für sich selbst zu sorge».Im Gegentheile bedarf das Neugeborene der warmblütigen Thiereimmer noch eine Zeitlang nach der Geburt der mütterlichen Pflege.Den Eiern der Vögeln ist zur Entwicklung des Fötus eine Wärmevon 32" R. nöthig, und der junge Vogel ist, wenn er die Eischaleverläßt, noch nicht im Stande, sich selbst seine Nahrung zu ver-schaffen. Die Säugethiere kommen zahnlos, und viele blind in dieWelt. Selbst die, welche gleich bei ihrer Geburt mit Zähnen ver-sehen und sehend sind, wie die Mecrottern und Phoken, können doch,nicht gleich von ihren Organen Gebrauch machen und der elterlichenPflege entbehren. Die erste Sorge der eierlegenden Thiere geht aufihr Nest. Die eierlegenden Säugethiere machen sich meist nur einkunstloses Lager; mehrere Nagethiere bereiten sich wohl auch ordent-liche Nester, aber diese sind eben so sehr zu ihrem eigenen Gebrauch,als für ihre Jungen bestimmt. Die Nester der Vögel haben immerden Zweck, ihren Eiern und Jungen die nöthige Wärme zu geben,und sie sind oft von einem sehr kunstreichen Bau. Von den übrigenWirbelthieren baut keines ein förmliches Nest, wohl aber unter denwirbellosen Thieren viele Jnsecten. Die Hymenoptern und die Bienenzeichnen sich dadurch besonders aus. Alle nesterbauende wirbelloseThiere aber nehme» das Material zu ihren Nestern von ihren eignenSecretionSorganen und das Vermögen, Nester zu bauen, ist bei ihnenvon dem Zeugungövermögen gesondert, so daß diejenigen Individuen,welche das eine besitzen, das andere entbehren müssen. Eine merk-!würdige Ausnahme davon machen die Spinnen, deren mehrere ihre ,Eier in eigens dazu gesponnenen Säcken mit sich herumtragen. Bei,mehreren Jnsecten ist die Brüt in Nestern von oft sehr zusammen- ,gesetztenHBau eingeschlossen, die ganz allein durch automatische Thätig-keit ^desIunbewußten Lebens gebildet werden, wie die wunderbarenCapseln, in welchen die Nymphen der Schabe (Llstta orientslis) ein-geschlossen sind, welche hornartige Capseln ganz das Aeußere einer,in Querfächer getheilten Schote haben.