Band 
Dritter Band.
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TreviranuS, organisches Leben'

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fangs, wo sie oft allein heilbar ist, ihrem Wesen nach wird erkenne»,die Symptome derselben von denen, die bloße Wirkungen heilsamerBestrebungen der Natur sind, genau unterscheiden, und die Gränzendeö Thuns und Laffens fest bestimmen können."

Das vierzehnte und letzte Buch des ganzen Werkes handelt vondem Erlöschen des Lebens organischer Wesen. — Wir sehen aus un-seren Sterbelisten, daß für größere Länder die Zahl der Todesfällegegen die der Geburten bei dem menschlichen Geschlechte immer die-selbe ist. Höchst wahrscheinlich gilt aber dieses Gesetz der Natur nichtbloß für die Menschen, sondern überhaupt für alle lebenden Wesen.Wäre dieß nicht, so würde sich bald ein Verschwinden ganzer Artenzeigen. Doch sind auch hier merkwürdige Ausnahmen zu berücksichti-gen. Oft tritt unter einer Thierart ein ungewöhnliches Steigen nurauf kurze Zeit ein. So wurden die Kieferwaldungen um Nürnbergim Jahre 1725, und dann erst wieder 1783 vom Raupenfraß ver-heert, und in der ganzen Zwischenzeit von 58 Jahren bemerkte manauch nicht eine Spur dcö verwüstenden Insekts. Eben so sind wohlauch die Tausende von Thier- und Pflanzenartcn des Vorwelt schwer-lich alle urplötzlich verschwunden. Da, wie bei den Menschen, auchbei allen Thieren und Pflanzen die Sterblichkeit in der ersten Jugendam größten ist, so hat die Natnr, wie es scheint, die Fruchtbarkeitmancher Thiere so gewaltig gesteigert, um sie vor dem gänzlichen Un-tergänge zu sichern. Der Schmetterling der Bärcnraupe (kombz'xlegt okt 1600 Eier. Wenn nur der vierte Theil derselbenwieder Weibchen bringen soll, deren jedes ebenfalls 400 Weibchenliefert, so wird ein einzelnes Paar jener Phaläne nach zwei Jahrenoder im dritten Gliede schon 256 Millionen Bärenraupen hervorge-bracht haben.

Nach Burdach soll aus den Sterbelisten folgen, daß die Sterb-lichkeit der Menschen in den ungeraden Lebensjahren, z. B. 41, 43,45 größer ist, als in den geraden, 40, 42, 44, und der Vers. meint,daß dieß wohl mit dem dreitägigen Typus der meisten acuten Krank-heiten in Verbindung stehen kann. Er setzt hinzu, daß sich weder fürden einen, noch für den andern Umstand ein wahrscheinlicher Grundangeben lasse. Wir glauben, daß der erste Umstand durchaus aufeiner Täuschung beruhe, und sonach unrichtig sey.

Den Beschluß des Ganzen macht derselbe Gegenstand, von wel-chem die gesammten Untersuchungen des Verfassers ausgegangen sind: